In ko-kreativen Prozessen entsteht aus unterschiedlichen Ideen etwas Neues.
In ko-kreativen Prozessen entsteht aus unterschiedlichen Ideen etwas Neues. Shutterstock/Anton Teplyakov

Headline: Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung

Nachhaltigkeitstransformationen erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen. Welche Kooperationsformate ermöglichen es Bürgerinnen und Bürgern, sich inmitten von komplexen Macht- und Akteurskonstellationen in die Bearbeitung von Nachhaltigkeitsproblemen einzubringen? Das ist die zentrale Forschungsfrage dieser Gruppe.

Viele der wesentlichen Probleme auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft, zum Beispiel der Kohleausstieg oder die Verkehrswende, können durch einzelne Politikfelder nicht allein bearbeitet werden. Zugleich unterlaufen viele Politikprozesse schon jetzt eine demokratische Willensbildung und eine Mitbestimmung der Betroffenen. Die Forschungsgruppe erforscht, welchen Beitrag eine sektorübergreifende und bürgernahe Kooperation zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten kann.

Die Forschungsgruppe besteht aus Prozessgestaltern und Politikforschern und zeichnet sich durch einen experimentellen Ansatz aus. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis werden die Bedingungen herausgearbeitet, unter denen bürgernahe Kooperationsansätze in politischen Prozessen wirksam werden können. Im Fokus der Analyse stehen unter anderem die komplexen Machtdynamiken, die auftreten, wenn unkonventionelle Wissens- und Arbeitsformen in institutionalisierte Politikfelder vordringen. Im Fokus der Praxis steht die Entwicklung von Kooperationsformaten, die geeignet sind, um Nachhaltigkeitsprobleme gemeinsam mit der breiten Bürgerschaft und betroffenen Akteuren zu bearbeiten.

Projekte

Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung

Wie können unterschiedliche ko-kreative Ansätze in zeitgemäße Politikberatung und Politikgestaltung integriert werden um Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit zu unterstützen? Das Forschungsprojekt untersucht existierende Praktiken wechselseitiger Lern- und Willensbildungsprozesse, erkundet deren gesellschaftliche Wirkung und erprobt neue Modelle für die Generierung von Wissen und Handlungsmöglichkeiten über die Grenzen von Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft hinweg.

Stadtquartiere im menschlichen Maßstab umgestalten

Wohnquartiere sind Mittelpunkt des urbanen Lebens für viele Menschen in Europa. Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner nutzen den öffentlichen Raum für Versorgung, Begegnung, Mobilität und Aufenthalt. Um sich an den Klimawandel anzupassen, werden jedoch mehr Grün- und Versickerungsflächen benötigt - direkt im Kiez, wo der Platz knapp ist. Das führt zu Nutzungskonflikten auf dem Weg zu einer nachhaltigen und resilienten Nachbarschaft.