Was kann daraus entstehen? Im Projekt zu Ko-Kreation werden wechselseitige Lern- und Willensbildungsprozesse verschiedener gesellschaftlicher Akteure untersucht und auch aktiv gestaltet.
Was kann daraus entstehen? Im Projekt zu Ko-Kreation werden wechselseitige Lern- und Willensbildungsprozesse verschiedener gesellschaftlicher Akteure untersucht und auch aktiv gestaltet. IASS/ Rolf Schulten

Headline: Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung

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Das Forschungsprojekt "Ko-Kreation und zeitgemäße Politikberatung" widmet sich der Erforschung ko-kreativer Prozesse, die Akteure aus den Sektoren Politik, Zivilgesellschaft, Forschung und Privatwirtschaft in Entscheidungsfindungsprozessen zusammenbringen. Das Projekt will mehr über bereits existierende ko-kreative Praktiken lernen und herausfinden, unter welchen Voraussetzungen diese Formen der Zusammenarbeit in den Feldern Politikberatung und -Gestaltung Anwendung finden können. Die Forschung adressiert dabei - neben der Wissenschaft - zwei Zielgruppen:

  1. Prozessgestalter und Facilitatoren, welche die Verantwortung für das Design und die Durchführung kollaborativer Prozesse tragen;
  2. Initiatoren kollaborativer Prozesse, Politikgestalter und -Entscheider, die daran interessiert sind, ko-kreative Ansätze in den modus operandi ihrer Institutionen zu integrieren.

Ziel ist es, gemeinsam mit diesen Zielgruppen einen zeitgemäßen Ansatz für wissenschaftsbasierte Politikberatung zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Um dieses Ziel zu erreichen, baut das Projekt auf drei Säulen:

  • ANALYSE: Entwicklung und Umsetzung eines Forschungsdesigns mit dem ko-kreative Praktiken wissenschaftlich erfasst und relevante Dimensionen der Betrachtung identifiziert werden können.
  • REFLEKTION: Etablierung einer „Gemeinschaft von Praktizierenden", die sich aus Zugehörigen der obengenannten Zielgruppen zusammensetzt. Diese Personengruppe unterstützt das Forschungsteam bei der Identifikation zentraler Herausforderungen relevanter Politikfelder sowie bezüglich bereits existierender ko-kreativer Praktiken. Außerdem steuert sie praktische und theoretische Erfahrungen bei und liefert Rückmeldung dem Forschungsteam wichtige Rückmeldung im Rahmen gemeinsamer Reflexionsschleifen.
  • DESIGN: Entwicklung von Prototypen ko-kreativer Ansätze für Politikgestaltung und -Beratung mithilfe der aktiven Unterstützung der Gemeinschaft der Praktizierenden, die Zugang zum Forschungsfeld ermöglicht und zur Gestaltung und Durchführung dieser Prozesse beiträgt. Dabei baut dieser Teil des Forschungsvorhabens auf den Ergebnissen der Säulen „Analyse" und „Reflektion" auf.