Die tägliche Praxis von Achtsamkeit soll Haltungen und Verhaltensmuster ändern.
Die tägliche Praxis von Achtsamkeit soll Haltungen und Verhaltensmuster ändern. Julia Knop/LAIF-REA/laif

Headline: Narrative und Bilder der Nachhaltigkeit

Was verstehen Menschen unter Nachhaltigkeit, wie sprechen und schreiben sie darüber? Wie verhalten sich dabei Geschichten der Furcht zu solchen der Hoffnung? Wie gelingt es, konkret und lokal so über politische Probleme zu erzählen, dass dabei komplexe Zusammenhänge und globale Gerechtigkeit nicht aus dem Blick geraten? Welche Hürden setzt der Begriff „Nachhaltigkeit" einer gelingenden Kommunikation entgegen - und wo kann er sie befördern? Gibt es künstlerische Ansätze, von denen man lernen kann?

Dies sind Fragen, die sich die Forscherinnen und Forscher der Gruppe stellen. Sie untersuchen Kriterien, die zum Erfolg oder Misserfolg von „Erzählungen" zur Nachhaltigkeit beitragen, und wollen besser verstehen, auf welche Grundwerte diese Erzählungen sich beziehen. Dabei gehen sie davon aus, dass Spannungen zwischen diesen Werten das politische, akademische und journalistische Sprechen und Schreiben massiv beeinflussen. Die Untersuchung erfolgt in erster Linie durch Inhaltsanalysen in ausgewählten Handlungsbereichen wie Meeres- oder Verkehrspolitik, zu denen auch andere IASS-Projekte forschen und Zugang haben. Die Gruppe will dabei einerseits das Reden über „Narrative" durch konsequenten Anschluss an sprachwissenschaftliche Forschungen aus der Beliebigkeit herausholen, andererseits gleichwohl versuchen, Akteuren mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. In stärker transformationsorientierten Projekten werden dabei auch lokale Prozesse untersucht und begleitet.

Eine Sonderrolle nehmen Versuche ein, künstlerische Positionen zu sozialökologischen Fragen zu unterstützen und auf ihr Potenzial hin zu befragen, Nachhaltigkeit besser zu verstehen. Hier bietet sich auch die Chance, andere Öffentlichkeiten in die Debatte um die gesellschaftliche Transformation mit einzubeziehen.