Headline: Blog

Im Blog des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem IASS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

Exkursion nach Feldheim

Wo die Energiewende längst Realität ist

Es ist vielen schon länger klar, dass etwas geschehen müsste. "Man müsste mal...". Eigentlich. Doch mit dem Energieversorgungsengpass durch den Ukrainekrieg zieht nun bei den meisten die Krise endgültig als lästiger Mitbewohner ein, sitzt als Mahnmal auf dem Sofa, erinnert im schlecht geheizten Zimmer oder während der kurzen, lauwarmen Dusche, dass da was war, was längst hätte… So wird nun aus, „man müsste mal... eine Alternative zur Gas- oder Ölheizung suchen", plötzlich Top eins der nächsten Wohnungseigentümer-Versammlung.

Mehr erfahren
Ozean-Governance

Deutschland will mehr Forschung und vorerst keinen Tiefseebergbau

In diesen Wochen treten die zwischenstaatlichen Verhandlungen zur Regulierung des Tiefseebergbaus an der Internationalen Meeresbodenbehörde (IMB) in eine kritische Phase ein. Deutschland fordert vorerst keinen Meeresbodenbergbau zuzulassen und stattdessen den Fokus auf Wissenschaft zu legen, um Ökosysteme in der Tiefsee besser zu verstehen. Das Ocean-Governance-Team am IASS unterstützt die Entwicklung hoher Umweltstandards, um durch diese Rahmenbedingungen irreparable und irreversible Schäden zu vermeiden, die durch eine fahrlässige Praxis beim Meeresbodenbergbau verursacht werden könnten.

Mehr erfahren

Es ist höchste Zeit, über künftige Wasserstoffgeografien in Europa zu diskutieren

Der Übergang zu erneuerbaren Energien in Europa hat sich seit der Jahrtausendwende dynamisch entwickelt. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat sich in der Europäischen Union von 2004 bis 2022 mehr als verdoppelt. Dennoch machen erneuerbare Energien nur 22 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und 37 Prozent der Stromerzeugung in der EU aus. Mit anderen Worten: Europa hat noch einen weiten Weg vor sich, sogar bei der relativ einfachen Aufgabe der Umstellung seiner Stromerzeugung auf erneuerbare Energien.

Mehr erfahren
Berlin Science Week

Ein Haptic Hortus in Neukölln

Mit Pflanzen zu sprechen, ist fast schon ein alter Hut. Aber sie zu berühren, über ihre Blattadern und Blätter zu streichen, daran festhalten, sie zu bewegen, wie steht es darum? Und umgekehrt: Inwieweit berühren oder bewegen uns Pflanzen, Bäume, Sträucher, Wasserlilien und Orchideen? Während der Berlin Science Week hat IASS-Fellow Susanne Schmitt mithilfe der Teams von den Prinzessinnengärten und von Dis+Ko einen Ort namens „Haptik Hortus“ geschaffen.

Mehr erfahren
Energiewende-Partnerschaften:

Länder haben unterschiedliche Vorstellungen von einem gerechten Übergang

Partnerschaften für eine sozial gerechte Energiewende (Just Energy Transition Partnerships, kurz JETPs) sind ein neuer Ansatz zur Finanzierung der Energiewende in Schwellenländern. Angeregt durch die Ankündigung der Just Energy Transition Partnership mit Südafrika auf der COP26 haben mittlerweile eine Reihe anderer Länder ihr Interesse an eigenen JETPs bekundet, darunter Indonesien, Vietnam und Senegal. Doch auch wenn auf der COP27 mehrere neue JETPs angekündigt werden, werden diese Partnerschaften wahrscheinlich in Umfang, Größe und Zielsetzung variieren. Dies gilt insbesondere für die Politik des „gerechten Übergangs“, die reale Auswirkungen auf die Einwohner der Empfängerländer hat.

Mehr erfahren
Friedrichstraße

Lehren für die partizipative Stadtentwicklung

Seit 2020 ist ein Abschnitt der Friedrichstraße für Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad geöffnet und für dem Autoverkehr geschlossen. Das Berliner Verwaltungsgericht hat im Oktober verkündet, dass auf diesen circa 500 Metern der Friedrichstraße wieder Autos fahren sollen. Jenseits des Juristischen Streits dreht sich die Debatte darum, ob der Einzelhandel leidet, wenn Kunden nicht mit dem Auto kommen können. Aber diese Debatte greift zu kurz.

Mehr erfahren

Warum wir ethnographische und künstlerische Methoden in der Klimaforschung brauchen

Ethnographische Methoden lehren uns, die verschiedenen Lebensbereiche einer menschlichen Gruppe besser zu verstehen, indem wir Merkmale wie ihre Sprache, religiöse Überzeugungen, Riten, soziale Strukturen und künstlerische Ausdrucksformen untersuchen. In diesem Blogbeitrag vertrete ich die Ansicht, dass ethnografische Methoden in der Klimaforschung unterschätzt werden und leicht mit künstlerischen methodischen Formaten integriert werden könnten. Ich glaube, dass diese künstlerischen Formen Forschungsprojekten einen partizipatorischen Charakter verleihen und effektiver zur Bewusstseinsbildung und zum Aufbau von öffentlichem Vertrauen gegenüber Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beitragen können, insbesondere im Hinblick auf die Themen Klimawandel und Umweltgerechtigkeit. Dies könnte auch akademischen Forschern dabei helfen, ihre Publikationen einprägsamer zu gestalten, und zum letztendlichen Ziel beitragen, die Gesellschaft in Richtung nachhaltigerer Pfade zu verändern.

Mehr erfahren
Teil 1

Warum internationale Zusammenarbeit scheitert - und weshalb sie trotzdem funktionieren kann

Die globale Klimakrise kann nur durch internationale Kooperation überwunden werden - da sind sich alle einig. Dennoch scheitert internationale Zusammenarbeit immer wieder. Der Krieg in der Ukraine hat uns besonders drastisch vor Augen geführt, wie fragil unser internationales System ist. Auch die anstehenden COP-Verhandlungen in Ägypten im November 2022 werden von vielen mit Sorge erwartet.

Mehr erfahren
Einladung zum Symposium

Striking for Climate Justice?

Wäre die Klimakrise allein mit guten Vorschlägen zu überwinden, so hätte es die Klimabewegung wohl nie gebraucht. Unzählbar geworden sind die in den letzten Jahren veröffentlichten Weltklimaberichte, Policy Recommendations, Green Deal-Skizzen und Transformationsstrategien. Doch bei aller verbalen Eindringlichkeit scheinen diese Entwürfe dem fossilen Status quo bislang nur wenig abtrotzen zu können.

Mehr erfahren
IASS Focal Topic 2022

Schulden in Klimaschutzmaßnahmen umwandeln: Ein Ansatz des Globalen Südens für den Kampf gegen den Klimawandel

Dieses Jahr hat überdeutlich gezeigt, dass wir uns der Klimakatastrophe viel schneller nähern als bisher angenommen. Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbrände auf der ganzen Welt haben Tausende von Menschenleben gekostet und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstört. Gleichzeitig mangelt es nach wie vor an globaler Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel. Im Gegenteil, infolge der unerwarteten weltweiten Energieverknappung im vergangenen Jahr und des damit verbundenen sprunghaften Anstiegs der Energiepreise untergraben die Regierungen des Globalen Nordens ihre eigenen Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen.

Mehr erfahren
K3 Kongress zu Klimakommunikation

Wie zum Klima kommunizieren, wenn’s kriselt?

Wie ist in Zeiten multipler Krisen über den Klima-Notstand zu kommunizieren? Zu diesem Thema trafen sich in Zürich Mitte September rund 400 Medienschaffende, NGO-Mitarbeitende, Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Verwaltungen, Parteien und der Wissenschaft aus dem deutschsprachigen Raum beim „K3 Kongress zu Klimakommunikation“. Bei Keynotes zum Thema und aktuellen Stand der Wissenschaft, bei Debatten und Workshops, bei Performances und Filmen wurden Fragen, Entwicklungen und neue Ansätze der Klimakommunikation analysiert, diskutiert und reflektiert.

Mehr erfahren

Wie hat sich die Pandemie auf das Engagement der Stakeholder in der Nachhaltigkeitsforschung ausgewirkt?

Im Sommer 2020 führten wir im Rahmen der EU-H2020-Projekte SENTINEL und PANDORA eine Umfrage zum Thema „Auswirkungen von Covid-19 auf das Stakeholder-Engagement in der europäischen Energie- und Meeresforschung“ durch. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in Open Research Europe und Maritime Studies veröffentlicht und im IASS-Blog diskutiert. Nun haben wir eine weitere Umfrage entwickelt und würden uns freuen, wenn Sie sich daran beteiligen und/oder die Umfrage mit Interessenvertretern teilen könnten.

Mehr erfahren