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Im Blog des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem IASS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

Deutsche G7 Präsidentschaft

Energiesicherheit, hohe Erwartungen und ein Klima-Club?

Im Jahr 2022 hat Deutschland die G7 Präsidentschaft übernommen. Sie startete ambitioniert, wurde aber schnell überschattet vom Krieg Russlands in der Ukraine. Zusätzlich zu den begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit hat dieser Krieg immense, derzeit noch nicht in ihrem Ausmaß kalkulierbare Auswirkungen auf den Energiesektor und Klimaschutz. Gleichzeitig erfährt Deutschland aufgrund seiner Abhängigkeit von Russlands Gas eine besonders schwere Krise.

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Die Zeit drängt in der Klimakrise - und das gilt auch für globale Gerechtigkeit und Fairness

Ohne vergangene und gegenwärtige Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zu berücksichtigen, werden wir keine schnellen Veränderungen in Richtung einer nachhaltigen Zukunft erleben. Wir können die Klimakrise nur dann effizienter und nachhaltiger bewältigen, wenn alle Länder am Verhandlungstisch Gleichheit und Gerechtigkeit als oberste Priorität behandeln. Wir sind uns zwar bewusst, dass es keine Einheitslösungen für die komplexen und vielfältigen Herausforderungen von heute gibt. Ebenso, dass der Prozess von unterschiedlichen Ausgangspunkten ausgeht. Aber ein genauerer Blick auf die Verhandlungen der COP26 und die laufenden Maßnahmen zum Klimawandel kann uns helfen, bei den Vorbereitungen für die COP27 in Sharm El-Sheikh, Ägypten, Orte und Prozesse zu identifizieren, die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten fördern.

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Tiefseebergbau: Verhandeln über das Schicksal des gemeinsamen Erbes der Menschheit

Die Verhandlungen über internationale Regelungen für den Tiefseeboden werden von den teilnehmenden Regierungen vom 21. März bis 1. April 2022 bei der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) fortgesetzt. Ein Team vom IASS wird im Rahmen eines Forschungsprojekts zu Umweltstandards im Tiefseebergbau an der 27. Sitzung des ISA-Rates teilnehmen.

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COP26

Umweltauswirkungen, Koalition der Hoffnung und die Kohlefrage

Die UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow ist ein wichtiges Treffen aller Länder. Die am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) durchgeführten wissenschaftlichen Projekte befassen sich mit vielen der bei den Verhandlungen behandelten Themen. Einige unserer Forscherinnen und Forscher haben persönlich oder virtuell an der Klimakonferenz teilgenommen. Wir geben hier einige ihrer Beobachtungen wieder.

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Ausstellung

Die Lichter Kigalis

Zwischen den Lichtern Kigalis ragt eine bunt leuchtende Kuppel hervor: Das Kongresszentrum erstrahlt in den ruandischen Nationalfarben Blau, Gelb und Grün. Für den ruandischen Botschafter in Deutschland, Igor Cesar, symbolisiert das Bild Entwicklungsfortschritte, aber auch die Geisteshaltung dahinter: „Wenn man nachts über Kigali fliegt, kann man die fortschreitende Elektrifizierung beobachten. Der Wille, technologisch voranzukommen, ist prägend für Ruanda, aber gleichzeitig wollen wir unseren Ursprung, unsere Identität nicht verlieren.“ Die Architektur des Kongresszentrums stehe für den ruandischen Weg zwischen Bewahrung und Neuanfang: ein modernes Gebäude, dessen Form an eine traditionelle Hütte erinnert.

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Neue Technologien, Gerechtigkeit und das Seerecht

Die Fortschritte bei neuen Technologien erschließen neue Ozeanindustrien und Möglichkeiten zur Erforschung des Ozeans. Einige dieser neuen Technologien, wie z. B. Schwärme von Unterwasser-Minirobotern zur Kartierung des Meeresbodens oder Sensoren an automatisierten Unterwasserfahrzeugen, unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihrer Arbeit und liefern immer größere Mengen an Daten.

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Energiezugang, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Ernährungssicherheit in ländlichen Gebieten: Einblicke aus Ruanda

Welche Art von Hilfe benötigen abgelegene Dörfer in Entwicklungsländern, um ihre Infrastruktur nachhaltig zu verbessern? Wie steht es um die Stromversorgung, die Verfügbarkeit und Qualität von Kochmöglichkeiten und die Qualität des Wasserzugangs in diesen Siedlungen? Gibt es dort einen Zusammenhang zwischen dem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und der Ernährung? Und wenn ein Projekt umgesetzt wird, wie können die Fortschritte auf Haushaltsebene überwacht, berichtet und bewertet werden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Projektes “Action-Based & Impact-Driven Research: Establishing Collaborative Frameworks for Researchers, Impact Makers, and Sustainable Entrepreneurs (IMPACT-R)”.

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Das Pariser Abkommen wird fünf Jahre alt: Höchste Zeit, die Ozean- und Klimakrise gemeinsam anzugehen

Wir leben auf einem Planeten, der durch komplexe und sich ständig verändernde Wechselwirkungen zwischen natürlichen und anthropogenen Bestandteilen des "Systems Erde" miteinander verbunden ist. Von diesen Beziehungen ist eine der kritischsten für die menschliche Existenz die zwischen Ozean und Klima. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean können nicht isoliert betrachtet werden. Denn die Prozesse im Ozean selbst sind ein Teil des Klimasystems und sie modulieren somit auch den Klimawandel. Mit anderen Worten: Der Ozean-Klima-Nexus ist eine Zweibahnstraße, die vorausschauende und innovative Governance-Ansätze erfordert.

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US-Umfrage: Wie Narrative die Verhaltensänderungen zu einer nachhaltigen Ernährung beeinflussen

Die Nahrungsmittelproduktion und -konsum sind wichtige Ansatzpunkte, um einen Wandel der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit umzusetzen. Denn die Nahrungsproduktion trägt in hohem Maße zu einer ganzen Reihe von Umweltproblemen bei: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Wasserübernutzung, Luft- und Wasserverschmutzung. Darüber hinaus verursacht ungesunde Ernährung jedes Jahr weltweit chronische Krankheiten und Millionen von vorzeitigen Todesfällen. Ein Zusammenhang zwischen diesen beiden, nicht nachhaltigen Trends ist der hohe Konsum von tierischen Produkten - Fleisch, Milch, Eier, Backwaren und so weiter - vor allem in Industrieländern, aber auch zunehmend in Entwicklungsländern. Daher können Bemühungen, die Ernährung mit hohen Anteilen an tierischen Produkten größtenteils auf eine rein pflanzliche umzustellen, vielfachen Nutzen für die Nachhaltigkeit bringen.

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Der Amazonas und der Klimawandel

Kann die Klimaschutzpolitik den Amazonas „retten“?

Diese Sorge um den Amazonas ist im internationalen Klimadiskurs weit verbreitet. In der Tat ist die „Rettung“ des Amazonas zum Wohle des Klimas unter Klimapolitikerinnen und -politikern und Forschenden gleichermaßen zu einem Sammelruf geworden. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, dass die Eindämmung der Entwaldung im Amazonasgebiet zwar zweifellos bedeutsam ist, dass es allerdings problematisch ist, die Herausforderung als eine Mission zur „Rettung“ des Amazonas zu formulieren, um den Klimawandel zu bekämpfen.

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Internationaler Tag der biologischen Vielfalt: Unsere Lösungen liegen in der Natur

Was ist biologische Vielfalt? Oft verstanden als die Gesamtheit von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen auf der Erde, ist Biodiversität vor allem ein reiches Beispiel für die genetischen Unterschiede zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Tatsächlich gilt: Je reicher die Vielfalt des Lebens ist, desto größer sind die Chancen für medizinische Entdeckungen, wirtschaftliche Entwicklung und anpassungsfähige Lösungen für komplexe Herausforderungen wie den Klimawandel.

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SDGs

Umsetzung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung in Afrika: Ein langer Weg bis zum Ziel

Wenn 2019 zu Ende geht und die Welt sich auf die COP 25 vorbereitet, kann man sich über die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) auf verschiedenen Kontinenten und vor allem in Afrika Gedanken machen. Das SDG-Center for Afrika mit Sitz in Kigali, Ruanda, organisierte seine große SDG-Konferenz im Juni 2019, wo es 3,5 Jahre nach der Verabschiedung der Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen im Jahr 2030 seinen wegweisenden „SDG Index and Dashboard Report“ einführte. Der Bericht zeichnet ein gemischtes Bild der Fortschritte bei der Verwirklichung der SDGs auf dem afrikanischen Kontinent.

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