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Im Blog des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem IASS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

Bundestagswahl

Wunsch nach Kontinuität im Wandel

Der Erfolg der SPD bei den Bundestagwahlen ist eine Überraschung, auch wenn die Umfragen in den Wochen und Tagen vor der Wahl diesen Trend vorausgesagt haben. Noch im Juli lag die SPD bei infratest-dimap und der Forschungsgruppe Wahlen bei 15 bis 16 Prozent und alle rechneten mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Union und Bündnis 90/Die Grünen. Allein, es kam anders, und nun steht die Sozialdemokratie als Sieger da, obwohl die SPD mit 25 Prozent von den Ergebnissen früherer SPD-Kanzler weit entfernt ist.

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Das EEG als zentrales Instrument der deutschen Klimapolitik

Einige deutsche Parteien und Ökonomen schlagen vor, die EEG-Umlage abzuschaffen und stattdessen die erneuerbaren Energien über die CO2-Steuer zu finanzieren. Während sich die jüngste Debatte über die CO2-Bepreisung auf die Gerechtigkeit und die politische Machbarkeit fokussierte, wurde das eigentliche Problem vernachlässigt: Wie würde sich diese Änderung auf die Erreichbarkeit der Klimaziele 2030 auswirken? Wir zeigen hier, dass die vorgeschlagene Refinanzierung die Klimaziele in Gefahr bringt.

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Buchrezension

Draußen ist es anders

Es kommt nicht selten vor, dass der deutsche Name des IASS fragende Blicke hervorruft: Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung – was bitte schön meint „transformativ“ und was soll ich mir unter „transformativer Forschung“ vorstellen? Eine umfassende, aber dennoch überschaubare und verständliche Antwort liefert Jan Freihardts Buch „Draußen ist es anders“, mit dem programmatischen Untertitel „auf neuen Wegen zu einer Wissenschaft für den Wandel“.

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Hoffnungsträger Methan? Viel Potenzial, aber noch wenig Ehrgeiz in der EU

Im Jahr 2021 steht so einiges auf der internationalen klimapolitischen Agenda. Besonders wichtig ist, dass die Länder nun endlich ihre verbesserten nationalen Beiträge unter dem Pariser Abkommen (Nationally Determined Contributions, kurz NDCs) einreichen müssen. Der von der EU aufgesetzte Green Deal trägt hierzu bei, er soll die EU mit neuen Klimaschutzzielen und vielen weiteren Maßnahmen in eine Ära des kohlenstoffarmen Wirtschaftens führen. Um ihre Treibhausgas-Emissionen weiter zu verringern, bemüht sich die EU nun auch um das Thema Methan.

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Der Amazonas – von der Peripherie ins Zentrum der Diskussionen

Die Verhaltens- und Produktionsmuster der Menschheit haben die Welt auf Kollisionskurs mit unseren planetarischen Grenzen gebracht. Während uns die globale Erwärmung in Richtung einer großen Katastrophe führt, werden die Ökosysteme von Tag zu Tag fragiler, und die soziale Ungleichheit wächst rasant. Wir müssen uns dringend in Richtung einer nachhaltigeren und gerechteren kollektiven Existenz bewegen. In diesem Text geht es um die Folgen der aktuellen Nicht-Nachhaltigkeit, nicht um ihre Ursachen.

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Das Pariser Abkommen wird fünf Jahre alt: Höchste Zeit, die Ozean- und Klimakrise gemeinsam anzugehen

Wir leben auf einem Planeten, der durch komplexe und sich ständig verändernde Wechselwirkungen zwischen natürlichen und anthropogenen Bestandteilen des "Systems Erde" miteinander verbunden ist. Von diesen Beziehungen ist eine der kritischsten für die menschliche Existenz die zwischen Ozean und Klima. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean können nicht isoliert betrachtet werden. Denn die Prozesse im Ozean selbst sind ein Teil des Klimasystems und sie modulieren somit auch den Klimawandel. Mit anderen Worten: Der Ozean-Klima-Nexus ist eine Zweibahnstraße, die vorausschauende und innovative Governance-Ansätze erfordert.

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Weniger Panik, mehr Dynamik – welche Rolle spielt das Framing für den Klimaschutz?

Erinnern Sie sich noch an den Wirtschaftskongress 2019 in Davos? „I want you to panic. I want you to feel the fear I feel every day. And then I want you to act“ – das war der Appell Greta Thunbergs an die Anwesenden, und an den Rest der Welt. Fast zwei Jahre nach diesem eindrucksvollen Auftritt feiert nun die Staatengemeinschaft den fünfjährigen Geburtstag des Pariser Klimaabkommens. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stehen die Updates der national festgelegten Beiträge (NDCs) der einzelnen Vertragsstaaten, die für dieses Jahr erwartet werden. Bisher ist die Bilanz eher karg: Nur 21 von 197 Staaten haben ihre neuen oder überarbeiteten Pläne abgegeben, darunter fast keiner der großen Emittenten, von konkreten Klimaschutzmaßnahmen ganz zu schweigen.

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US-Umfrage: Wie Narrative die Verhaltensänderungen zu einer nachhaltigen Ernährung beeinflussen

Die Nahrungsmittelproduktion und -konsum sind wichtige Ansatzpunkte, um einen Wandel der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit umzusetzen. Denn die Nahrungsproduktion trägt in hohem Maße zu einer ganzen Reihe von Umweltproblemen bei: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Wasserübernutzung, Luft- und Wasserverschmutzung. Darüber hinaus verursacht ungesunde Ernährung jedes Jahr weltweit chronische Krankheiten und Millionen von vorzeitigen Todesfällen. Ein Zusammenhang zwischen diesen beiden, nicht nachhaltigen Trends ist der hohe Konsum von tierischen Produkten - Fleisch, Milch, Eier, Backwaren und so weiter - vor allem in Industrieländern, aber auch zunehmend in Entwicklungsländern. Daher können Bemühungen, die Ernährung mit hohen Anteilen an tierischen Produkten größtenteils auf eine rein pflanzliche umzustellen, vielfachen Nutzen für die Nachhaltigkeit bringen.

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Der Amazonas und der Klimawandel

Kann die Klimaschutzpolitik den Amazonas „retten“?

Diese Sorge um den Amazonas ist im internationalen Klimadiskurs weit verbreitet. In der Tat ist die „Rettung“ des Amazonas zum Wohle des Klimas unter Klimapolitikerinnen und -politikern und Forschenden gleichermaßen zu einem Sammelruf geworden. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, dass die Eindämmung der Entwaldung im Amazonasgebiet zwar zweifellos bedeutsam ist, dass es allerdings problematisch ist, die Herausforderung als eine Mission zur „Rettung“ des Amazonas zu formulieren, um den Klimawandel zu bekämpfen.

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Das Aus fürs Dessert nach Joghurt-Art – Warum eine neue EU-Regelung eine schlechte Nachricht für den Planeten ist

Nachhaltige Ernährungsgewohnheiten der Verbraucherinnen und Verbraucher zu fördern, ist eines der wichtigsten Ziele der EU-Strategie „Farm to Fork“. Dieses Ziel wird durch eine kürzlich vom EU-Parlament verabschiedete Änderung verwässert, die strenge Beschränkungen für die Beschreibung und Vermarktung von Alternativen zu Milchprodukten vorsieht.

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