Headline: Governance

Um die Umwelt und menschliche Lebenswelten nachhaltig zu gestalten, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen. Diese werden zunehmend zwischen Politikern, Bürgern, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen ausgehandelt.

Das IASS untersucht und begleitet Governance-Prozesse, die auf eine nachhaltige Nutzung planetarer Ressourcen und ein gutes Leben abzielen. Zum einen nehmen die Wissenschaftler bestehende Rahmenwerke wie das Pariser Klimaabkommen in den Blick und untersuchen ihren Inhalt sowie die praktische Umsetzung auf ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitseffekte hin. Dabei analysieren sie zum Beispiel die neuen Dynamiken des UNFCCC-Klimaregimes nach dem Paris-Abkommen oder die Sozialverträglichkeit von großen Strukturveränderungen wie der Energiewende.

Zum anderen wird erforscht, welche Rolle verschiedene Formen der Teilhabe – zum Beispiel Bürgerbeteiligung, wirtschaftliche Mitbestimmung oder aber Protest – in der Ausgestaltung von Rahmenwerken und im Austragen von Konflikten haben. Welchen Einfluss hat Teilhabe in der Entscheidungsfindung? Und umgekehrt: Wie verändern politische Strukturen, Prozesse und Inhalte, die auf gesellschaftlichen Wandel hinwirken sollen, verschiedene Formen und Bereiche der Teilhabe?

Darüber hinaus beteiligt sich das IASS auch selbst an transnationaler Politik. So bringt sich das Institut in die politische Gestaltung der Governance von Ozeanen, Böden und der Arktis ein und begleitet diese wissenschaftlich. Dabei wird bestehendes Wissen im Dialog mit beteiligten Akteuren ergänzt und weiterentwickelt. Ziel ist ein gemeinsamer Lernprozess, bei dem das IASS auch die Rolle der Wissenschaft reflektiert.

Projekte

Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

Auch mit einem ambitionierten Klimaschutz werden die Folgen des Klimawandels massiv zunehmen. Immer häufiger wird deshalb über Climate-Engineering-Maßnahmen diskutiert. Diese technischen Eingriffe in das Klimasystem werfen aber Grundsatzfragen auf, die Wissenschaft und Technik genauso betreffen wie Politik, Kultur und Ethik.

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Futurisierung von Politik

Atommüll, Klimawandel, Kohleabbau: Entscheidungen, die wir heute treffen, haben oft weitreichende Auswirkungen. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, wie gegenwärtiges Handeln in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft noch stärker auf die Zukunft ausgerichtet werden kann - und was nötig ist, um das zu erreichen.

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Governance der Ozeane

Ohne intakte Weltmeere lassen sich die großen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung nicht lösen. In Verbindung mit lösungsorientierten Drittmittelprojekten untersucht das Projekt, wie sich notwendige Nachhaltigkeitstransformationen für die Ozeane erzielen lassen und die Meeres-Governance gestärkt werden kann, auch im Umgang mit neuen Risiken.

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Governance und Partizipation

Das Projekt untersucht Phänomene der politischen und ökonomischen Teilhabe im Kontext von sozial-ökologischen Transformationen wie der Energie- oder der Agrarwende. Zentrale Fragestellungen des Projektes zielen auf ein besseres Verständnis der Wechselwirkung von Akteuren und Strukturen im Wandel.

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Kopernikus-Projekt Energiewende-Navigationssystem (ENavi)

Das Projekt versteht die Energiewende als einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozess. Es untersucht, welche technologischen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Systeme auf die Umsetzung der Energiewende Einfluss nehmen und wie sie in den Prozess einer effektiven und partizipativen Gestaltung der Kontextbedingungen eingebunden werden können.

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Dossiers

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) Dossier

Es ist eine entscheidende Weichenstellung: Ende September 2015 haben die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) verabschiedet, um eine globale Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit einzuleiten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind umfassender als ihr Vorgänger, die acht Millenniumsentwicklungsziele, die oft dafür kritisiert wurden, dass die ökologische Dimension von Nachhaltigkeit nicht ausreichend berücksichtigt beziehungsweise nur isoliert betrachtet wurde. Oberstes Ziel bleibt die Bekämpfung der Armut.

News

4. Potsdam Ocean Governance Workshop

Von guten Absichten zu konkreten Taten? Fachleute analysieren Fortschritte beim Schutz der Ozeane

Der Schutz der Ozeane stand im Jahr 2017 hoch oben auf der internationalen politischen Agenda. Leiteten die Akteure eine Trendwende in Richtung Nachhaltigkeit ein? Darüber diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft am 13. und 14. Dezember beim vierten Potsdam Ocean Governance Workshop am IASS.

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Treffen mit Landesregierung

Eine Zukunftskommission für Brandenburg

Am 12. Dezember waren Brandenburgs Ministerpräsident und Mitglieder der Landesregierung für ein Themengespräch über Energiepolitik und Klimaschutz zu Besuch am IASS. Mit den Direktoren des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) besprachen sie die Idee einer Zukunftskommission, die die Energiewende für Brandenburg sozial und wirtschaftlich nachhaltig gestalten soll.

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