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Im Blog des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem IASS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

Kiezblocks - Stadtgestaltung Top-down oder Bottom-up?

Die Debatte um Kiezblocks wurde in Berlin bislang vor allem durch die Zivilgesellschaft und Initiativen vorangetrieben. Mehr als 50 Initiativen haben es mit ihrem Engagement geschafft, dass die neue rot-grün-rote Koalition in Berlin Kiezblocks im Koalitionsvertrag verankert hat. Auch die Wissenschaft und die Verwaltung fangen an, sich mit dem Konzept zu beschäftigen. Wie aber sieht der Prozess von der Idee über die Forderung und den demokratischen Beschluss bis hin zur Umsetzung aus? Sind Kiezblock-Prozesse ein Kennzeichen der partizipativen Stadtgestaltung? Oder sind sie mit der Aufnahme in den Koalitionsvertrag eher Top-down-Regierungsprogramm? Und ist das überhaupt wichtig? Wir möchten mit diesem Blogpost versuchen ein wenig Klarheit zu schaffen.

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COP26

Der Ozean auf der COP26 – "Ozeanschutz ist Klimaschutz"

Auf der COP26 in Glasgow wurde im Rahmen zahlreicher Gesprächsrunden über den Ozean als Teil der Lösung für den Klimawandel gesprochen. Doch obgleich immer wieder angemerkt wurde, dass der Ozean-Klima-Nexus Teil der globalen Klimaagenda sein muss, und trotz der vielversprechenden Zusagen verschiedener Länder: Es bleibt noch einiges zu tun, um messbare Fortschritte und positive Resultate für Klima, Ozean und Mensch zu erzielen.

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Das nigerianische Elektrifizierungsprojekt - ein erfolgreiches Beispiel ländlicher Elektrifizierung?

Nigeria hat eine der niedrigsten Pro-Kopf-Nettostromerzeugungsraten der Welt mit einer geschätzten nationalen Elektrifizierungsrate von 55 Prozent und einer ländlichen Rate von nur 39 Prozent. Um bis 2030 einen universellen Zugang zu Elektrizität zu erreichen, muss Nigeria jährlich zwischen 500.000 und 800.000 Haushalte anschließen, wobei der Schwerpunkt auf den ländlichen Gebieten liegt.

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Covid-19: Was für Ungeimpfte auf dem Spiel steht!

Weihnachten 2020 war die Hoffnung groß, dass die Pandemie ihren Schrecken verlieren werde, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. Weihnachten 2021 zeigt sich, dass diese Hoffnung verfrüht war. Etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben sich gegen eine Impfung entschieden. Statt „Deutschland sucht den Impfpass“ heißt es „Deutschland streitet übers Impfen“. Warum eine nicht unerhebliche Minderheit glaubt, dass sie durch den Impfstoff stärker gefährdet sei als durch die Krankheit selbst und sich nicht impfen lässt, ist – nicht nur – für Risikoforscher rätselhaft.

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Entwaldungsfreie Lieferketten: Welche Auswirkungen haben die EU-Pläne auf Brasilien?

Am 17. November hat die Europäische Kommission eine Verordnung über entwaldungsfreie Produkte vorgeschlagen. Diese Initiative ist bahnbrechend, da sie neben der illegalen auch die legale Abholzung mindern soll. Was bedeutet der Gesetzgebungsvorschlag für die rohstoffproduzierenden Länder? Mit Blick auf Brasilien argumentiere ich, dass die Wirksamkeit der Verordnung von einer Kombination aus handelspolitischen, finanziellen, technologischen und kooperativen Maßnahmen abhängt.

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IASS Session zu Wissenschaft und Kunst

Nachhaltigkeitsforschung und Kunst – Verbündete für die Transformation von Narrativen

Eine Symphonie, von der schmelzenden Arktis komponiert, berührt das Publikum auf der COP25. Eine Fotografie inspiriert eine Politikwissenschaftlerin, ihre Recherchen zum Amazonas-Regenwald um eine Performance in einem Berliner Stadtwald zu erweitern. Und ein Museum für Zukünfte hat nicht nur ein Bildungsteam, das Workshops für seine Ausstellungen durchführt, sondern eine ganze Etage ist einem Land widmet, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Künstlerinnen und Künstler gemeinsam „verrückt werden“ können.

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COP26-Kohlebeschluss

Symptom einer Kipppunktdynamik?

Der Kohlebeschluss der COP26 war ohne Zweifel eine große Enttäuschung. Anstelle eines „Ausstiegbeschlusses“ wurde es ein „Reduktionbeschluss“, der Vielen wie Salz in den Augen angesichts der bereits spürbaren massiven Klimafolgen wirkt. Allerdings, und darin sind sich durchaus viele Kommentatoren einig (Abnett und Volcovici 2021, Jotzo 2021), sendet der Beschluss ein deutliches Signal. The writing is on the wall – ein neues Narrativ hat Einzug gehalten, das ein mittel- bis langfristiges Ende der Kohlenutzung beschreibt.

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COP26

Umweltauswirkungen, Koalition der Hoffnung und die Kohlefrage

Die UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow ist ein wichtiges Treffen aller Länder. Die am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) durchgeführten wissenschaftlichen Projekte befassen sich mit vielen der bei den Verhandlungen behandelten Themen. Einige unserer Forscherinnen und Forscher haben persönlich oder virtuell an der Klimakonferenz teilgenommen. Wir geben hier einige ihrer Beobachtungen wieder.

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Workshop

Optimismus im Sektor der netzunabhängigen erneuerbaren Energien? Das sagen die wichtigsten Interessenvertreter

Die Covid-19-Pandemie hat den Sektor der netzunabhängigen erneuerbaren Energien vor neue Herausforderungen gestellt und bestehende verschärft. Gleichzeitig hat sie aber auch Chancen eröffnet, indem sie die Bedeutung der Elektrifizierung in Krisenzeiten hervorgehoben und die Widerstandsfähigkeit des Sektors gezeigt hat.

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Ausstellung

Die Lichter Kigalis

Zwischen den Lichtern Kigalis ragt eine bunt leuchtende Kuppel hervor: Das Kongresszentrum erstrahlt in den ruandischen Nationalfarben Blau, Gelb und Grün. Für den ruandischen Botschafter in Deutschland, Igor Cesar, symbolisiert das Bild Entwicklungsfortschritte, aber auch die Geisteshaltung dahinter: „Wenn man nachts über Kigali fliegt, kann man die fortschreitende Elektrifizierung beobachten. Der Wille, technologisch voranzukommen, ist prägend für Ruanda, aber gleichzeitig wollen wir unseren Ursprung, unsere Identität nicht verlieren.“ Die Architektur des Kongresszentrums stehe für den ruandischen Weg zwischen Bewahrung und Neuanfang: ein modernes Gebäude, dessen Form an eine traditionelle Hütte erinnert.

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Ein „Blue Deal“ für Deutschland - Meerespolitik als Zukunftsprojekt einer neuen Regierungskoalition

Das Thema Meeresschutz ist im Wahlkampf und den Sondierungsgesprächen kaum vorgekommen. Dabei besteht in der Wissenschaft seit Jahren Einigkeit, dass sich die Klimakrise ohne aktiven Meeresschutz nicht erfolgreich bekämpfen lässt. Mit dem Einstieg in die Koalitionsverhandlungen sollte sich das jetzt ändern. Ein Blick in die Wahlprogramme von Grünen und FDP lässt hoffen, dass ein „Blue Deal“ – eine nachhaltige Meerespolitik, die in Einklang mit dem 1,5 Grad Ziel steht und insbesondere den Menschen in Küstenregionen eine lebenswerte Perspektive gibt – eines der Zukunftsprojekte der neuen Koalitionsregierung wird.

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