Wärmepumpen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und Sektorkopplung. ENavi-Projektsprecher Ortwin Renn (links) und der wissenschaftliche ENavi-Geschäftsführer Stefan Stückrad vor einer Wärmepumpe im Berliner „Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität“ des BMUB.
Wärmepumpen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und Sektorkopplung. ENavi-Projektsprecher Ortwin Renn (links) und der wissenschaftliche ENavi-Geschäftsführer Stefan Stückrad vor einer Wärmepumpe im Berliner „Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität“ des BMUB. IASS/Rolf Schulten

Headline: Kopernikus-Projekt Energiewende-Navigationssystem (ENavi)

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Die Energiewende ist in vollem Gange. Bisher hat sich die Forschung darauf konzentriert, vor allem technische Lösungen für den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung zu entwickeln. Doch die Energiewende geht weit über den Energiesektor hinaus. Das IASS-Projekt „Energiewende Navigationssystem" (E-Navi) untersucht die Wechselwirkung zwischen Technikentwicklung, Organisationsformen, Regulierung und Verhalten. Es erweitert damit den Fokus und betrachtet die Energiewende als einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozess.

Das System Energieversorgung verstehen

In der ersten Projektphase geht es darum, das komplexe System Energieversorgung und verwandte Bereiche wie Industrie, Verkehr oder Konsum besser zu verstehen. Darauf aufbauend beschäftigen sich die Wissenschaftler und die Partner aus der Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit der Frage, wie technologische, wirtschaftliche, politische und soziale Strukturen in ein künftiges Energiesystem integriert werden können. Ziel des Projektes ist es, die Energiewende effektiv aber auch sozialverträglich zu gestalten.

Kopernikus-Projekte für die Energiewende

Das IASS-Projekt ist Teil der „Kopernikus-Projekte für die Energiewende", die seit 2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Die Arbeit ist auf zehn Jahre ausgelegt und eng verzahnt mit den drei Kopernikus-Projekten „Neue Netzstrukturen", „Speicherung von Überschussstrom" und „Industrieprozesse". Das IASS ist für den Aufbau und den Betrieb der Geschäftsstelle verantwortlich, koordiniert dabei das gesamte Konsortium und ist für alle Aspekte der internen und externen Kommunikation federführend. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit weiteren externen Praxispartnern in Modellregionen und Reallaboren.