Ohne effektiven Klimaschutz sind viele Inselstaaten gefährdet: Der steigende Meeresspiegel  bedroht das Leben auf der Pazifikinsel North Tarawa. Eine Frau pflanzt Mangroven zum Schutz vor Küstenerosion an.
Ohne effektiven Klimaschutz sind viele Inselstaaten gefährdet: Der steigende Meeresspiegel bedroht das Leben auf der Pazifikinsel North Tarawa. Eine Frau pflanzt Mangroven zum Schutz vor Küstenerosion an. The New York Times/Redux/laif/Josh Haner

Headline: Klimaschutzmaßnahmen in nationalen und internationalen Prozessen (ClimAct)

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Das ClimAct-Projekt soll eine Brücke bauen zwischen der wissenschaftlichen Kompetenz des IASS und Klimaschutzmaßnahmen in nationalen und internationalen politischen Prozessen. Sein Schwerpunkt liegt auf den Klimaverhandlungen der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und den Aktivitäten der Koalition für Klima und saubere Luft (CCAC). In diesem Kontext ist das vorrangige Ziel des Projektes, akademische Erkenntnisse zu Klimawissenschaft und Governance mit Maßnahmen vor Ort zu verbinden, die die Gesellschaft in Richtung internationaler Ziele lenken, wie sie etwa im Pariser Klimaabkommen verankert sind. Zudem wird das Projekt dabei helfen, ein besseres Verständnis der Rolle internationaler Institutionen wie dem UNFCCC und der CCAC in diesem Prozess zu entwickeln, vor allem angesichts der Synergien und Konflikte zwischen den gesellschaftlichen und politischen Zielen für eine Abschwächung des Klimawandels, saubere Luft und eine verbesserte Gesundheit.

Ein ehrgeiziges Klimaziel

Mit dem historischen Pariser Klimaabkommen wurde ein wichtiges Nachhaltigkeitsziel festgeschrieben: die Klimaerwärmung „auf deutlich unter 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau" zu begrenzen und „die Bemühungen fortzusetzen, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen". Aber wie kann die globale Gesellschaft dieses ehrgeizige Ziel erreichen? Ziel des ClimAct-Projekts ist es, dringende praktische Klimaschutzmaßnahmen zu erleichtern - vorrangig die rasche, drastische Verringerung der Emissionen von CO2 und anderen klimawirksamen Schadstoffen. Zu diesem Zweck wird das Projekt seine federführende Rolle innerhalb der CCAC und sein Engagement in der UNFCCC und verwandten Prozessen nutzen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Synergien zwischen den Wegen zu den Klimazielen des Pariser Abkommens und anderen wichtigen gesellschaftlichen Zielen - vor allem Luftqualität und Gesundheit - und der Verknüpfung mit den übergeordneten Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs).

Gezielte politische Beratung im Rahmen der UNFCCC und verwandter Prozesse

In enger Zusammenarbeit mit anderen IASS-Forschern soll das ClimAct-Projekt gezielte, fundierte Politikberatung liefern, basierend auf der wissenschaftlichen Kompetenz des IASS, insbesondere auf den Gebieten Klima-Governance, kurzlebige klimawirksame Schadstoffe sowie Governance und wissenschaftliche Erforschung der Arktis. Zu diesem Zweck werden ClimAct-Forscher an wichtigen internationalen Konferenzen und Foren teilnehmen sowie Begleitveranstaltungen und andere Aktivitäten auf den UNFCCC-Klimagipfeln und bei den Initiativen der CCAC organisieren, an der das IASS seit 2012 als aktiver Partner beteiligt ist.