Headline: Zukünfte

Die Zukunft ist allgegenwärtig. Sie begegnet uns in wissenschaftlichen Berechnungen und in Begründungen von Politikmaßnahmen, sie ist der Gegenstand von Versicherungspolicen und von Finanzprodukten. Zukunftsbezüge, also die vielfältigen Vergegenwärtigungen von Zukunft in der Gegenwart, eröffnen und begrenzen Diskursräume und wirken somit sozial ordnungsstiftend.

Dabei stellt sich zum einen die Frage nach der konkreten Ausformung von Zukunftsbezügen und den Methoden, anhand derer sie hergestellt werden. Wie werden Zukünfte sozial und kulturell entwickelt, welche Methoden und Verfahren werden dafür eingesetzt und was sind die resultierenden sozialen Ordnungseffekte? Zum anderen erforscht das Institut, wie Zukunftsbezüge hergestellt werden können, die eine Transformation zur Nachhaltigkeit unterstützen: Wie kann Zukunft so vergegenwärtigt werden, dass die Berücksichtigung von Langfristfolgen stärker Eingang in die gegenwärtige politische und gesellschaftliche Praxis findet?

Besonders am Beispiel Climate Engineering untersucht das IASS-Forschungsteam, wie Zukünfte hergestellt und inszeniert werden, um Wirkmächtigkeit zu erlangen. Welche Vorstellungen sind dabei handlungsleitend, wie werden Unsicherheiten einbezogen und repräsentiert, was sind die Folgen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik? In Bezug auf eine grundlegende Futurisierung in den Bereichen Politik, Ökonomie und Bildung untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche Möglichkeiten es gibt, um künftige Generationen in der politischen Praxis der Gegenwart sichtbar und hörbar zu machen. Außerdem wird den Fragen nachgegangen, welche Perspektiven für langfristig angelegte, nachhaltige Finanzinstrumente bestehen und wie Bildungsprojekte Menschen zu einer höheren Gewichtung der Zukunftsorientierung befähigen können.

Wissenschaftsplattform Klimaschutz

Stellungnahme zur Klimaverträglichkeit des Corona-Konjunkturpaketes

Dass Klimaschutz insgesamt als wichtiges Ziel im Konjunkturpaket berücksichtigt wurde und viele Maßnahmen im Zukunftspaket diesem Rechnung tragen, begrüßte der Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform Klimaschutz in seiner ersten Bewertung. Weniger gut fällt das Fazit für das Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket der Bundesregierung aus, in welchem Klimaschutz und Nachhaltigkeit nur punktuelle Kriterien darstellten. Der Kreis schlußfolgert, dass die durchs Konjunkturpaket ermöglichten Investitionen aufgrund einer fehlerhaften Anreizstruktur den langfristigen Klimazielen der Regierung entgegenstehen könnten.

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Weltwirtschaftsordnung

Szenarien für das globale Währungssystem der Zukunft

Lieferketten kollabieren, Firmen schließen, Massenarbeitslosigkeit. Covid-19 hat eine globale Finanzkrise ausgelöst und zwingt Staaten zu nie dagewesenen Rettungsaktionen. Damit nicht genug. Die Krise stellt die Hegemonie des US-Dollars in Frage und könnte das globale Währungssystem neu definieren. Ein Team des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat vier Zukunftsszenarien entwickelt, die zeigen, wie sich die politischen Entscheidungen auf die Welt nach Corona auswirken.

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Wales und Deutschland

Gemeinsam für künftige Generationen

Fünf Wochen nach dem formellen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) hat eine gemeinsame Lernveranstaltung des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und der walisischen Regierung in Berlin gezeigt, dass der Wunsch nach einer walisisch-deutschen Zusammenarbeit im Bereich der Nachhaltigkeit ungebrochen ist. Eine Zusammenfassung des Tages mit Texten und Videos.

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1. Plenumssitzung

Nachhaltigkeit funktioniert nicht ohne Offenheit

Auf dem Plenum der Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg in Cottbus kamen Akteure verschiedenster Bereiche zusammen. Regionale Leuchtturmprojekte stellten sich vor und mehrere Arbeitsgruppen definierten Felder für nächste Schritte. Um die Veränderung hin zu einer Modellregion zu bewerkstelligen, sei es unerlässlich, dass die Menschen Brandenburgs offen für unterschiedlichste Gruppen und Initiativen seien, betonte Ortwin Renn vom Institut for Advanced Sustainability Studies (IASS).

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Auftaktveranstaltung

Historische Gärten: Gut für Artenvielfalt und Gesundheit

Wie kaum ein anderer Ort Deutschlands ist Potsdam geprägt von seinen historischen Gärten und Parks. Doch der Klimawandel setzt der kultivierten Natur ebenso zu wie ein verändertes Nutzungsverhalten. Ein Forschungsprojekt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) begleitet vom IASS widmet sich im Dialog mit Potsdamerinnen und Potsdamern diesem Spannungsfeld.

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Einladung zur Registrierung

Webseite der Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg ist online

Die Nachhaltigkeitsplattform Brandenburg ist ein Kommunikationsforum und Netzwerk für die Initiativen zur Nachhaltigkeit im Land Brandenburg. Durch den nun erfolgten Livegang der Webseite https://plattform-bb.de/ können sich regionale Nachhaltigkeits-Initiativen, -Organisationen und -Institutionen anmelden und miteinander vernetzen, um ihre Arbeit zusammen für ein nachhaltigeres Brandenburg voranzubringen und zu bereichern.

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Sonderheft

Ein Planet, viele Zukünfte

Die Zukunft war von Anfang an ein wichtiger Bezugspunkt für nachhaltige Entwicklung. Schon die Idee der Nachhaltigkeit entstand aus der Erkenntnis, dass wir im Interesse künftiger Generationen schonend mit den Ressourcen unseres Planeten umgehen müssen. Eine Vielzahl von Akteuren entwickelt Ideen und Konzepte für die Zukunft und arbeitet an deren Umsetzung. Wer genau sind sie, welche Maßnahmen ergreifen sie und welche Art von Zukünften wollen sie herstellen? Diesen Fragen widmet sich ein Sonderheft der Zeitschrift „Sustainability Science“.

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Klimaverhandlungen

Stark betroffen, kaum gehört

Wer am stärksten unter dem Klimawandel leidet, sollte bei den internationalen Verhandlungen zum Thema vertreten sein. Wissenschaftler Patrick Toussaint vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat diesen Zusammenhang aus völkerrechtlicher Perspektive analysiert. Sein Fazit zeigt: Diejenigen, die heute oder in absehbarer Zeit unter dem sich ändernden Klima leiden, haben kaum einen Einfluss auf die internationalen Klimaverhandlungen.

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Im Interview

Regierungsführung für künftige Generationen

Gegen die Klimapolitik ihrer Länder demonstrieren seit geraumer Zeit Jugendliche. Der mangelhafte Einsatz der Politik für effizienten Klimaschutz führe sie in eine nicht lebenswerte Zukunft, so die Kritik. Dabei schreitet Wales seit 2015 beispielhaft voran mit einem Gesetz, das der Mahnung der Fridays-for-Future-Jugend Rechnung trägt: Das Gesetz zum Wohlergehen künftiger Generationen. Es fordert von Entscheidungsträgern öffentlicher Stellen die langfristigen Auswirkungen ihrer Beschlüsse zu bedenken und stellt die nachhaltige Entwicklung in den Fokus.

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Blog Posts

Meine drei Meinungen zu den Wahlen

Der Wahlsonntag lässt mich glücklich, zweifelnd und verärgert zurück. Die Wahlbeteiligung ist gestiegen. Die Grünen gehen vielerorts als Gewinner hervor - Klima ist damit endlich Hauptthema. Der Aufstieg der AfD scheint an Dynamik zu verlieren, würde ich die Ergebnisse in Ostdeutschland ignorieren, aber das ist unmöglich.

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Ausbeutung von Natur in Deutschland und Südamerika: Erfahrungsaustausch mit Aktivisten über Utopien und Widerstand

Gesellschaftliche Visionen entstehen heutzutage in der Regel aus praktischen Erfahrungen und dem Ausprobieren von Alternativen. Dabei sind die Kontexte, die Ansätze und die Handlungsweisen radikal verschieden. Als Projekt Futurisierung von Politik hat es uns interessiert, wie ein Dialog zwischen Aktivistinnen und Aktivisten aus sehr unterschiedlichen Kontexten zum Thema Gesellschaftsvorstellungen aussehen kann und was sich aus diesem Austausch für die Entwicklung nachhaltiger Gesellschaften lernen lässt.

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Das Scheit und die Flamme: Was uns das Feuer über den Wandel zur Nachhaltigkeit lehrt

In regelmäßigen Abständen findet an verschiedenen Orten der Welt das „Green Me Global Festival for Sustainability“ statt. In den letzten Jahren inspirierte jeweils eines der Ele-mente Erde – Wasser – Luft das Motto, das die dort gezeigten Filme, Initiativen und Dis-kussionen verband. Auch das IASS war mit verschiedenen seiner Projekte beteiligt. Die 11. Ausgabe des Festivals wird im Oktober 2018 in Berlin stattfinden unter dem Titel „Action, Passion, Fire“. Das Element FEUER diente denn auch als Überschrift und Thema einer Dinner Speech, die ich am 3. Mai bei einer Veranstaltung für Sponsoren und Unterstützer des Festivals gehalten habe. Aus dieser Rede stammen die folgenden Gedanken zum Thema Feuer und Nachhaltigkeit.

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