Headline: Systemische Risiken

In einer Welt, die an Komplexität zunimmt, sind Risiken immer schwerer prognostizierbar. Systemische Risiken haben mehrere Eigenschaften, die sie von „herkömmlichen Risiken“ unterscheiden: Sie sind hochkomplex, eng vernetzt mit anderen Risiken und strahlen auf unterschiedliche Wirtschafts- und Lebensbereiche aus. Zudem überschreiten systemische Risiken systemische Grenzen – etwa zwischen dem wissenschaftlichen, dem politischen und dem gesellschaftlichen System – und nationaler Grenzen. Ziel der Forschung ist es herauszufinden, wie systemische Risiken entstehen, welche Warnsignale auf sie hindeuten und wie sich Triggerpunkte identifizieren lassen.

Die Projektarbeit zu systemischen Risiken am IASS wird innovative Wege beschreiten und dabei die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft inter- und transdisziplinär analysieren. Diese Wechselwirkungen werden in unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Technik, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft untersucht. Dabei geht das IASS der Fragestellung nach, ob sich gemeinsame Muster oder Strukturmerkmale für verschiedene systemische Risiken identifizieren lassen. Langfristiges Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Frühwarnsystems für systemische Risiken. Zugleich sollen politische Instrumente und Governance-Methoden identifiziert werden, die die Bewältigung systemischer Risiken erleichtern.

News

SAPEA-Report

EU-Politik braucht wissenschaftliche Expertise

Die europäische Organisation SAPEA (Science Advice for Policy by European Academies) hat sich in ihrem neuen Bericht für die Wissenschaftsberatung der Politik ausgesprochen: Durch die Bereitstellung des besten verfügbaren Wissens werde die Politikgestaltung dabei unterstützt, globale und komplexe Herausforderungen wie etwa den Klimawandel anzugehen. Den Bericht erstellte eine internationale Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Ortwin Renn vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS).

Mehr erfahren
Auszeichnung

Verdienstorden für IASS-Direktor

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat 18 Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden seines Bundeslandes ausgezeichnet. Unter den Geehrten ist auch Professor Ortwin Renn, wissenschaftlicher Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS). Besonders hervorzuheben seien seine Verdienste in der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik, Verwaltung und Management.

Mehr erfahren
Risiko-Governance-Konzept

Katastrophenvorsorge nach Maß

Immer öfter besiedeln Menschen weltweit katastrophengefährdete Gebiete. In solchen Regionen können Naturkatastrophen durch Wechselwirkungen und Kettenreaktionen ein verheerendes Ausmaß annehmen. Wie ist eine solche Situation zu managen? Ein Team am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) hat ein mehrstufiges Risiko-Governance-Konzept für Naturkatastrophen entwickelt.

Mehr erfahren

Blog Posts