Headline: Systemische Risiken

In einer Welt, die an Komplexität zunimmt, sind Risiken immer schwerer prognostizierbar. Systemische Risiken haben mehrere Eigenschaften, die sie von „herkömmlichen Risiken“ unterscheiden: Sie sind hochkomplex, eng vernetzt mit anderen Risiken und strahlen auf unterschiedliche Wirtschafts- und Lebensbereiche aus. Zudem überschreiten systemische Risiken systemische Grenzen – etwa zwischen dem wissenschaftlichen, dem politischen und dem gesellschaftlichen System – und nationaler Grenzen. Ziel der Forschung ist es herauszufinden, wie systemische Risiken entstehen, welche Warnsignale auf sie hindeuten und wie sich Triggerpunkte identifizieren lassen.

Die Projektarbeit zu systemischen Risiken am IASS wird innovative Wege beschreiten und dabei die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft inter- und transdisziplinär analysieren. Diese Wechselwirkungen werden in unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Technik, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft untersucht. Dabei geht das IASS der Fragestellung nach, ob sich gemeinsame Muster oder Strukturmerkmale für verschiedene systemische Risiken identifizieren lassen. Langfristiges Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines Frühwarnsystems für systemische Risiken. Zugleich sollen politische Instrumente und Governance-Methoden identifiziert werden, die die Bewältigung systemischer Risiken erleichtern.

Projekte

Wissenschaft, Innovation und Vorsorge durch Partizipation

Das Vorsorgeprinzip soll verhindern, dass Gefahren für die Umwelt und die menschliche Gesundheit überhaupt erst entstehen. Es leitet also dazu an, frühzeitig und vorausschauend zu handeln, um Risiken zu minimieren, zum Beispiel beim Einsatz von Nanotechnologie oder Pestiziden. Kritiker des Vorsorgeprinzips argumentieren jedoch, dass dieses zu übermäßiger Vorsicht verleite und dadurch technische Innovation verhindere. Das Projekt „Wissenschaft, Innovation und Vorsorge durch Partizipation" hat zum Ziel, die Umsetzung des Vorsorgeprinzips in der EU anhand einiger ausgewählter Technologien zu analysieren und die zukünftige Anwendung mittels partizipativer Methoden zu verbessern.

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Global Sustainability Strategy Forum

In Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft gibt es kaum eine Stimme, die sich nicht für eine Transformation hin zur Nachhaltigkeit aussprechen würde. Dennoch werden die Ziele nicht einmal annähernd erreicht. Das Projekt schafft Transformationswissen, um die Diskrepanzen zwischen dem gemessenen Zustand und dem erwünschten Ziel zu verringern.

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Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

Auch mit einem ambitionierten Klimaschutz werden die Folgen des Klimawandels massiv zunehmen. Immer häufiger wird deshalb über Climate-Engineering-Maßnahmen diskutiert. Diese technischen Eingriffe in das Klimasystem werfen aber Grundsatzfragen auf, die Wissenschaft und Technik genauso betreffen wie Politik, Kultur und Ethik.

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Systemische Risiken

Das Projekt identifiziert gemeinsame Strukturmerkmale von systemischen Risiken wie dem Klimawandel, Finanzkrisen und der Digitalisierung. Das Forschungsziel: Eine nachhaltige und verbesserte Steuerungsfähigkeit beim Umgang mit Risiken, die die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen und Versorgungssysteme bedrohen.

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