Der Ausbau der Windkraft und des Stromnetzes zählt zu den spannungsreichen Großbaustellen der Energiewende.
Der Ausbau der Windkraft und des Stromnetzes zählt zu den spannungsreichen Großbaustellen der Energiewende. istock/pedrosala

Headline: Eine neue Konfliktkultur für die Energiewende

Dauer:
bis

Die Konflikte und die Konfliktkultur der deutschen Energiewende stehen im Fokus dieses dreijährigen Projektes. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen Konfliktdynamiken, Argumentationen und Strategien der jeweiligen Akteure. Ein Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Identifikation von populistischer Rhetorik und Narrativen, die im gesellschaftlichen und politischen Diskurs gegenwärtig verstärkt präsent sind.

Konstruktive Streitkultur für faire Ausgestaltung der Energiewende

Neben dem Ausbau der Windkraft und des Stromnetzes ist der Ausstieg aus der Braunkohle eine weitere spannungsreiche Großbaustelle der Energiewende. Die interdisziplinär zusammengesetzte Forschungsgruppe geht primär der Frage nach, welche Ursachen der beobachteten Konfliktverschärfungen ausgemacht werden können. Ausgehend von diesen Ergebnissen sollen Ansätze für eine demokratische und konstruktive Streitkultur entwickelt werden, die als Grundlage für eine faire Ausgestaltung der Energiewende betrachtet wird.

Empfänglichkeit für populistische Bewegungen verringern

Ziel des Projektes, dessen Federführung beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) liegt, ist es, neben der Erforschung von Einstellungen, Deutungsmustern und lokalen Konfliktdynamiken schließlich auch Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und zu erproben, die möglichst breit übertragen werden können. Sie sollen dazu beitragen, lokale Polarisierungen zu vermeiden, die Anliegen der Bevölkerung besser einzubeziehen, eine demokratische Streit- und Aushandlungskultur zu stärken und die Anfälligkeit für populistische Interventionen zu verringern.