Headline: Welche Zukunft für die finanzielle Globalisierung? Vier Szenarien für das internationale Währungssystem im Jahr 2040

Nichts hat so sehr zur heutigen finanziellen Globalisierung beigetragen wie die Transformation des internationalen Währungssystems. In seiner gegenwärtigen Form hat es eine hierarchische Struktur mit dem US-Dollar an der Spitze. Andere Währungsräume bilden dazu eine untergeordnete, in mehrere Ebenen unterteilte Peripherie. Zentrales Charakteristikum dieses Systems ist die Geldschöpfung von US-Dollars „offshore", d.h. außerhalb der monetären Jurisdiktion der USA. Seit der Weltfinanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 hat dieses „Offshoredollar-System" ein neues finanzielles Auffangnetz: das Swap-Netzwerk, das die US Federal Reserve mit anderen führenden Zentralbanken geschaffen hat. Die Evolution dieses Systems mag sich in den kommenden Jahren fortsetzen, andere Arrangements sind aber möglich. Dieser Artikel stellt vier Szenarien dafür vor, wie das internationale Währungssystem im Jahr 2040 aussehen könnte. Dabei konzentrieren wir uns darauf, wie sich die hierarchische Struktur des internationalen Währungssystems entwickeln und welche Rolle Offshore-Geldschöpfung in der Zukunft spielen könnte. Wir diskutieren ein Fortbestehen der gegenwärtigen US-Dollar Hegemonie, die Entstehung konkurrierender monetärer Blöcke, die Herausbildung einer internationalen Währungsföderation sowie das Abgleiten in eine internationale Währungsanarchie.

Publikationsjahr
2019
Publikationstyp
Monographien und Sammelwerke
Zitation

Murau, S., Rini, J., & Haas, A. (2019). Welche Zukunft für die finanzielle Globalisierung? Vier Szenarien für das internationale Währungssystem im Jahr 2040. In H. Adam, H. Hagemann, & J. Kromphardt (Eds.), Keynes und das internationale Währungs- und Finanzsystem. Weimar bei Marburg: Metropolis Verlag für Ökonomie, Gesellschaft und Politik GmbH.

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