Climate Engineering Conference 2017IASS Fact Sheets informieren über aktuelle Fragen der Climate-Engineering-Forschung

Climate-Engineering-Maßnahmen können in zwei Kategorien eingeteilt werden. Einige zielen darauf ab, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen, andere sollen Sonnenlicht weg von der Erde reflektieren. © IASSClimate-Engineering-Maßnahmen können in zwei Kategorien eingeteilt werden. Einige zielen darauf ab, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen, andere sollen Sonnenlicht weg von der Erde reflektieren. © IASS

Trotz des diplomatischen Erfolgs, den die Weltgemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen erzielte, verläuft die Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen schleppend. Die derzeitigen Bemühungen um den Klimaschutz werden nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel stehen noch am Anfang. Gezielte Eingriffe ins Klimasystem, die unter dem Sammelbegriff „Climate Engineering“ diskutiert werden, erhalten deshalb seit einigen Jahren erhöhte Aufmerksamkeit.

Bei der Climate Engineering Conference 2017, zu der das IASS für den 9. bis 12. Oktober ins Umweltforum Berlin einlädt, treten Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in einen kritischen Austausch über ethische, gesellschaftliche und technische Fragen. Um ein breiteres Publikum über die wichtigsten Herausforderungen zu informieren, geben IASS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in zwei soeben erschienenen Fact Sheets einen Überblick über den Stand der Forschung und der Diskussion.

Die Sonne reflektieren, CO2 entfernen

Die zahlreichen Climate-Engineering-Ansätze werden gewöhnlich in zwei Kategorien zusammengefasst. Die eine Kategorie von Maßnahmen soll der Atmosphäre Kohlendioxid und andere Treibhausgase entziehen. Die zweite Kategorie bündelt Ansätze, die entweder mehr Sonnenlicht weg von der Erde reflektieren oder mehr Wärmeenergie aus dem Klimasystem entweichen lassen sollen. Diesen beiden Kategorien, nämlich der CO2-Entfernung und dem Solar Radiation Management, widmen sich die englischsprachigen Fact Sheets.

Was ist machbar und sinnvoll – technisch, politisch, juristisch?

Sie erläutern nicht nur die verschiedenen Maßnahmen, sondern erklären auch, warum es wichtig ist, diese zu diskutieren. Zudem geben sie Einblicke in die Erkenntnisse, zu denen Naturwissenschaftler, Ingenieure, Sozialwissenschaftler und Juristen bisher gelangt sind. Dazu gehören Antworten auf Fragen wie: Sind die derzeitigen Vorschläge technisch und politisch umsetzbar? Mit welchen Risiken sind sie verbunden? Wie könnten Climate-Engineering-Maßnahmen von der Politik berücksichtigt und gesetzlich geregelt werden? Welche Rolle könnten sie bei der Umsetzung des Pariser Abkommens spielen? Eine Infografik vermittelt einen kompakten Eindruck von den diskutierten Maßnahmen.

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05.10.2017