Climate-Engineering-Maßnahmen können in zwei Kategorien eingeteilt werden. Einige zielen darauf ab, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen, andere sollen Sonnenlicht weg von der Erde reflektieren.
Climate-Engineering-Maßnahmen können in zwei Kategorien eingeteilt werden. Einige zielen darauf ab, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen, andere sollen Sonnenlicht weg von der Erde reflektieren. IASS

Headline: Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

Die Climate-Engineering-Gruppe erforscht, wie Vorschläge zur Manipulation des globalen Klimas (so genanntes Geo- oder Climate Engineering) in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft entstehen, kursieren und bearbeitet werden. Dabei geht es vor allem darum, Fragen nach der Governance von Climate Engineering nachzugehen.

Die Gruppe folgt einem breiten Verständnis von Governance, bei dem das Wirken der Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik als relevant für Governance anerkannt wird. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Erzeugung und Nutzung von Wissen: Auf welcher Wissensgrundlage werden bestimmte Dinge als riskant eingeschätzt, andere aber nicht? Warum werden einige Aktivitäten als regulierungsbedürftig gesehen, andere als unproblematisch? Weshalb erscheinen manche Zukunftsvisionen als plausibel, andere hingegen als unwahrscheinlich?

Zudem kann durch den Verweis auf mangelndes oder inadäquates Wissen Akteuren der Zugang zu Diskussion und Entscheidungsfindung erschwert oder verwehrt werden, und das selbst in Fällen, in denen es wünschenswert wäre, dass eine Vielfalt von Wissensformen repräsentiert wird. Durch das Hinterfragen dominanter Wissensansprüche setzt sich die Gruppe für eine Öffnung des Climate-Engineering-Diskurses gegenüber einer breiten Akteurslandschaft ein, damit Diskussion und Entscheidungsfindung auf einer möglichst repräsentativen Wissensgrundlage demokratisch stattfinden können. Eine der von der Gruppe zu diesem Zweck entwickelten Maßnahmen ist die Climate-Engineering-Konferenzreihe: die weltweit einzige regelmäßig stattfindende, internationale, transdisziplinäre Konferenz zum Thema Climate Engineering.

Projekte

Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

Auch mit einem ambitionierten Klimaschutz werden die Folgen des Klimawandels massiv zunehmen. Immer häufiger wird deshalb über Climate-Engineering-Maßnahmen diskutiert. Diese technischen Eingriffe in das Klimasystem werfen aber Grundsatzfragen auf, die Wissenschaft und Technik genauso betreffen wie Politik, Kultur und Ethik.

Governance, Politik und völkerrechtliche Dimensionen von ozeanbasierten Technologien für negative Emissionen

Mit Technologien für negative Emissionen können Treibhausgase aus der Atmosphäre entfernt werden. Dadurch könnte die globale Erwärmung begrenzt und ein wichtiger Beitrag zum Pariser Klimaabkommen geleistet werden. Es bestehen jedoch viele Unsicherheiten hinsichtlich der Anwendung und der Auswirkungen dieser Technologien. Das von der EU finanzierte Projekt OceanNETs zielt darauf ab, entscheidende neue Erkenntnisse über ozeanbasierte Technologien für negative Emissionen zu gewinnen. Im Rahmen des Projektes trägt das IASS zur Bewertung von Fragen der Governance, Politik und völkerrechtlichen Dimensionen bei.

Abgeschlossene Projekte

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