Climate Engineering Infografik

Headline: Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik

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Vom Anstieg des Meeresspiegels bis hin zu langanhaltenden Dürren - auch mit einem ambitionierten Klimaschutz werden die Folgen des Klimawandels massiv zunehmen. Das Ziel des Pariser Abkommens, die weltweite Erwärmung auf weit unter 2 Grad zu begrenzen, erhöht den Druck, schnell zu handeln. Immer häufiger werden deshalb auch technische Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, um Klimarisiken spürbar zu senken. Solche Eingriffe, die häufig unter dem Begriff „Climate Engineering" zusammengefasst werden, werfen aber Grundsatzfragen auf, die Wissenschaft und Technik genauso betreffen wie Politik, Kultur und Ethik.

Climate Engineering als Risikofeld

Diesen Fragen will sich das Forschungsprojekt „Climate Engineering in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik" nähern. Kernthemen des Projekts sind die Beziehung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sowie der Umgang mit Risiken und wissenschaftlicher Ungewissheit. Die Wissenschaftler beschäftigen sich aber auch mit gemeinsamen Vorstellungen von einer nachhaltigen Zukunft sowie mit Fragen der Legitimation von Forschung und politischen Strategien.

Aktive Beteiligung an der Klimapolitik

Dabei untersuchen sie das Thema Climate Engineering einerseits modellhaft, andererseits als übergreifende Herausforderung für die Klimapolitik nach dem Pariser Abkommen. Dazu sucht das Projekt den Austausch mit anderen IASS-Projekten und wird sich auch aktiv an der Gestaltung von Klimapolitik beteiligen, beispielsweise durch die Mitwirkung an Initiativen zur Steuerung des Climate Engineering oder an Projekten zu Datenerhebungen.

Die Gruppe organisiert eine internationale transdisziplinäre Konferenzreihe zum Thema Climate Engineering. Die ersten beiden Konferenzen fanden im Sommer 2014 und Herbst 2017 statt. Mehr Informationen dazu sind auf der Konferenz-Website (www.ce-conference.org) erhältlich. Daneben sind Workshops, Universitätsseminare und Präsentationen bei Wissenschaftskonferenzen geplant. Die Ergebnisse der Forschung werden in drei Dissertationen, in wissenschaftlichen Artikeln und Beiträgen zu Reihen des IASS veröffentlicht.