Manfred Konukiewitz am 30.11.2015 - 19:04

Glückwunsch zu dem Blog-Beitrag. Sehr anregend, und mich regt er zu folgenden Gedanken an:
Deine Botschaft ist ja u.a.: auch DEU kann beim RE Ausbau schneller und ambitiöser vorwärts gehen. Stimmt wahrscheinlich, technisch betrachtet.
Mein „Gefühl“ ist jedoch, dass das Ziel der Energiewende: 80% Emissionsreduktion bis 2050, im wesentlichen durch RE-Ausbau, der fossile Kapazitäten ersetzt; bereits ziemlich ambitiös und durchaus nicht gesichert ist und daher „verteidigt“ werden muß.
Die RE Community argumentiert schon immer von den natürlichen und technischen Potentialen her, und das ist wohl auch politisch richtig in einer Phase, in der der RE-Anteil gering ist.
Wenn der RE-Anteil so groß wird wie in DEU, wird dies problematisch. Es tauchen neue Herausforderungen und Risiken auf, die in die Betrachtung einzustellen sind:
- Systemintegration, Systemstabilität
- Marktdesign
- Kosten (Systemkosten)
- Politische und soziale Akzeptanz (u.a. Nutzen- und Lastenverteilung)
Aus der Expertendiskussion nehme ich mit, dass diese Schwelle bei ca. 35-40% der Stromerzeugung liegt. Da sind wir noch nicht, da wollen wir aber bald sein, auf dem Weg zu einem höheren Anteil. Die Lösungen (technisch, ökonomisch, politisch) für diese Herausforderungen haben wir noch nicht in der Schublade; wir arbeiten dran und sind guter Hoffnung, dass wir sie finden werden.
Mein Eindruck ist, dass sich die RE Community diesen Fragen entzieht.

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