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Lungenärzte für mehr Luftverschmutzung? – Fragen und Antworten zur Debatte über Grenzwerte

In Deutschland schlug letzte Woche eine Erklärung des Lungenarztes Dieter Köhler hohe Wellen, in der er die wissenschaftliche Grundlage für die Luftqualitätsnormen anzweifelte. Die derzeitigen EU-Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub sind nach seiner Meinung unnötig streng. Über 100 Kolleginnen und Kollegen hatten das Positionspapier unterzeichnet. Keineswegs zufällig erschien diese Stellungnahme zu einer Zeit, in der viele deutsche Städte Fahrverbote für Diesel-Pkw verhängen, weil sie den EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid (NO2), dessen Hauptquelle Dieselfahrzeuge sind, nicht einhalten können. Dies hat auf vielen Ebenen, von der journalistischen bis zur politischen, eine Debatte angestoßen. In diesem Blog-Beitrag widmen wir uns, basierend auf unseren Fachkenntnissen auf den Gebieten Luftqualität und Gesundheitswesen, dem Thema Luftqualitätsgrenzwerte.

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Klimaschutzgesetz: Warum so zögerlich?

Die nächste Generation ist bereits auf der Straße. Die Mayas, Karims, die Paulas und Bens demonstrieren für einen Klimaschutz, der seinen Namen verdient. Wir erleben gerade, wie in der jungen Generation eine neue Bewegung entsteht. Die Schülerinnen und Schüler protestieren laut für konsequenten Klimaschutz. Die junge Schwedin Greta Thunberg gibt der Bewegung "Fridays for the Future" mit ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut ein Gesicht. Doch es gibt eine weitere weltweite Bewegung, die weitgehend unbeachtet von der hiesigen Öffentlichkeit stattfindet und die sich mit den lauterwerdenden Rufen der jungen Generation zu einer systemverändernden Kraft verbinden kann.

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Die Geopolitik der Erneuerbaren. Eine neue, aber vertrackte Energiewelt

Mit dem schnellsten Wachstum unter allen Energiequellen im Stromsektor sind die Erneuerbaren im Begriff, das Energiesystem von Grund auf umzukrempeln. Es besteht die Hoffnung, dass die Energiewende bedeutende soziale und wirtschaftliche Vorteile bringt, wie nachhaltige und bezahlbare Energie für alle, grüne Arbeitsplätze, wachsenden Wohlstand und ein besseres Leben für alle. Die Dekarbonisierung kann aber auch einige rein politische Folgen haben. Mit diesem Themenkomplex hat sich eine hochrangige internationale Gruppe beschäftigt; das Ergebnis ihrer Arbeit ist in dem neuen Bericht A New World The Geopolitics of the Energy Transformation (Eine neue Welt: Die Geopolitik der Energiewende) der IRENA, der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien, nachzulesen.

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Außer Biokraftstoffen nichts gewesen? Bolsonaro und der brasilianische Beitrag zum Pariser Klimaabkommen

Noch vor seinem Amtsantritt stellte der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro die Rolle seines Landes bei den weltweiten Klimaschutzbemühungen infrage. Mit der Rücknahme des brasilianischen Angebots, die COP25 (die 25. Konferenz der Vertragsstaaten der Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen) auszurichten, löste Bolsonaro nur wenige Tage vor Beginn der COP24 großen Aufruhr aus. Zudem stellte sich heraus, dass der vom Präsidenten vorgesehene Außenminister die Erderwärmung für eine Verschwörung des „Kulturmarxismus“ hält. Diese und weitere umstrittene Äußerungen von Mitgliedern der neuen Regierung sorgen für Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Umwelt- und Klimapolitik Brasiliens.

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Keine Patentlösung für den Klimawandel

Die Klimakonferenz COP24 im polnischen Kattowitz ist vorbei. Im Rückblick erinnert mich das, was in den drei Jahren seit dem historischen Pariser Abkommen erreicht wurde, ein wenig an ein Lied von John Lennon: „So this is Christmas – and what have you done? Another year over, and a new one just begun.” Keine echten Überraschungen, kein Durchbruch – aber in diesem Stadium rechnet man eigentlich nicht mit Durchbrüchen, denn nun geht es um die Entwicklung von Rahmenkonzepten, Regelwerken und dergleichen. Die Konferenz war sogar insofern erfolgreich, als ein stetiger Fortschritt hin zur Umsetzung von Maßnahmen erzielt wurde, die uns helfen könnten, das wichtigste Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen: die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad Celsius zu halten und sie wenn irgend möglich auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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Neue Horizonte für Öffentlichkeitsbeteiligung auf der COP24

Beteiligung spielte auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz COP24 in Kattowitz eine zentrale Rolle.
Am zweiten Tag der COP24 stellte Sir David Attenborough, eine weltweit wohlbekannte Stimme, vor der Vollversammlung der COP Botschaften der Menschen vor – die People’s Seat Address. Sie bestand aus einer zweiminütigen Collage aus Videoaufzeichnungen aus den sozialen Medien, Tweets und Posts, die in den vorhergehenden Monaten unter dem Hashtag #TakeYourSeat erschienen sind und sich an die Entscheidungsträger auf dem Klimagipfel richten.

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Gesundheitsfachleute an vorderster Front für nachhaltige Entwicklung

Als Gesundheitsexpertin ist mir klar, dass Gesundheit sehr breit zu fassen ist und nicht einfach als die reine Abwesenheit von Krankheit betrachtet werden darf. Und ich weiß, dass das Wohlbefinden der Menschen eindeutig mit der Gesundheit des Planeten, auf dem wir leben, verbunden ist. Meine Forschung zum Thema Luftverschmutzung und Gesundheit soll aufzeigen, in welchem Umfang unser Wohlbefinden mit unserer Umwelt verknüpft ist. Sie soll verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass wir uns um unsere Umwelt kümmern.

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Methan-Lecks in der Gasindustrie: schlechte Nachrichten aus den USA

Eine kürzlich im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte Studie deutet darauf hin, dass bei der Gasförderung in den USA wesentlich größere Mengen des Treibhausgases Methan in die Atmosphäre gelangen, als die aktuellen Berechnungen vermuten lassen – unabhängig von der eingesetzten Technik. Eine korrekte Interpretation dieser Erkenntnisse legt nahe, dass dies wahrscheinlich auch auf die Erdgasproduktion im Rest der Welt zutrifft. Probleme wie veraltete Datenbanken und unzureichende Informationen über Überwachungs- und Meldesysteme weltweit müssen daher dringend in Angriff genommen werden.

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Ein Preisschild für die Natur: Wie Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen funktionieren

„Ökonomen schlagen Alarm […]“: das „Bienensterben vernichtet bis zu 300 Milliarden Euro“ (Die Welt, 2013). Diese oder ähnliche Ausrufe, die das Abhängigkeitsverhältnis zwischen Mensch und Natur verdeutlichen, sind heute nahezu alltäglich. Vor dem Hintergrund ihrer Bedeutung für den Menschen werden sie in der Wissenschaft unter dem Begriff der Ökosystemdienstleistungen oder Ecosystem Services diskutiert. In dieser Denkweise erbringt die Natur eine Serviceleistung, für deren Erhalt es sich auch zu zahlen lohnt.

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