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Im Blog des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) schreiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen des Instituts. Die Themen reichen von Forschungsergebnissen über Veranstaltungsberichte bis hin zu Kommentaren über politische Entwicklungen. Die Autorinnen und Autoren äußern auf dem IASS-Blog ihre persönliche Meinung.

 

Radelnd durch bewegte Zeiten

Eine in Berlin einzigartige Veränderung, die sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt hat, ist die Einrichtung von "Pop-up"-Radwegen auf stark befahrenen Straßen in der ganzen Stadt. Unter Berufung auf die Pandemie haben die Stadtverantwortlichen im Eiltempo neue, gesicherte Radwege geplant, um den Bürgern eine sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad zu ermöglichen und eine Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel zu vermeiden. Eine kürzlich durchgeführte IASS-Studie zeigt, dass diese neuen Radwege von Menschen, die sich in erster Linie als Radfahrer, Fußgänger oder Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel identifizieren, stark befürwortet werden, aber von denen, die sich als Autofahrer identifizieren, nicht gemocht werden. Obwohl diese Ergebnisse nicht überraschend sind, erfassen sie doch Berlins recht jungen, bürgerorientierten Wandel in der Verkehrspolitik, der schließlich in dem kürzlich verabschiedeten Mobilitätsgesetz von 2018 mündete. Das heißt aber nicht, dass diese neuen Radwege nicht beanstandet werden dürfen.

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Die vernachlässigte Energiewende im Wärmesektor

Gebäudeenergiegesetz verpasst Chancen

Dank stark fallender Preise für Strom aus Windrädern und Solarzellen ist die Energiewende im Stromsektor in vollem Gange. Der Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland fällt jedoch für Wärmeenergie an: 32 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Die Energiewende im Wärmesektor ist damit ein zentrales Handlungsfeld für erfolgreichen Klimaschutz. Das am 18. Juni im Bundestag verabschiedete Gebäudeenergiegesetz bezieht sich daher explizit auf diesen Handlungsbedarf.

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Pandemie

Nothilfe: Transformatives Potenzial dezentraler erneuerbarer Energien ausschöpfen

Wie wichtig Elektrizität in Zeiten von Notfällen ist, wurde während der Covid-19-Pandemie deutlich. Elektrizität ist unentbehrlich für Gesundheitseinrichtungen und -dienste, die rechtzeitige Informationsverbreitung und ungestörte Kommunikation während der sozialen Isolationszeit. Der Zugang zu Elektrizität erleichtert wichtige Arbeiten im Haushalt und das Einhalten grundlegender Hygieneempfehlungen. Die Pandemie hat daher an die Verletzlichkeit der 860 Millionen Menschen erinnert, die keinen Zugang zu Elektrizität haben und von denen die meisten im Afrika südlich der Sahara leben.

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Coronavirus

Krisenfester mit sauberer Luft: Wie die Pandemie ein vernachlässigtes Thema in den Fokus rückt

Neue Studien geben Hinweise darauf, dass Luftverschmutzung zu schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung beitragen kann. Für die Bundesregierung sollte das Grund genug sein, sich stärker für die Luftreinhaltung zu engagieren – auch, indem sie ihr einen prominenten Platz in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2020 einräumt.

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Wege aus der Plastikflut – Mehrwegsysteme, Plastiksteuer und Verhaltensbarrieren

Im Mai 2020 war ich in der Fernsehsendung „Planet Wissen“ eingeladen, um zum Thema „Wege aus der Plastikflut“ einen Einblick in die Zwischenergebnisse unserer Arbeiten im ENSURE-Projekt zu „Gesellschaftlichen Wahrnehmungs- und Verhaltensmustern im Umgang mit Plastik“ zu geben. Die Redakteurin Andrea Wojtkowiak hatte bereits vorab einige Fragen gestellt. In der Sendung selbst war dann aber – wie so oft – nicht genügend Zeit, um auf alles differenziert einzugehen. Alle, die sich für das Thema Plastik interessieren, finden hier die ausführlicheren Antworten.

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Internationaler Tag der biologischen Vielfalt: Unsere Lösungen liegen in der Natur

Was ist biologische Vielfalt? Oft verstanden als die Gesamtheit von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen auf der Erde, ist Biodiversität vor allem ein reiches Beispiel für die genetischen Unterschiede zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Tatsächlich gilt: Je reicher die Vielfalt des Lebens ist, desto größer sind die Chancen für medizinische Entdeckungen, wirtschaftliche Entwicklung und anpassungsfähige Lösungen für komplexe Herausforderungen wie den Klimawandel.

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Coronavirus

Von der goldenen Gans und dem hässlichen Entlein: Auswirkungen der Pandemie auf den argentinischen Energiesektor

Argentinien gehört zu den Ländern, die von den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen Pandemie am stärksten betroffen sind. Um die Auswirkungen der Krise abzumildern, reagiert die Regierung mit einigen Sofortmaßnahmen - Steueraufschub, Subventionen für einkommensschwache Familien und spezielle finanzielle Maßnahmen für verschiedene Sektoren einschließlich des Energiesektors. Zudem plant sie ein ehrgeiziges Wiederaufbauprogramm. Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, werden auf den Energiesektor wahrscheinlich noch jahrzehntelang tiefgreifende Auswirkungen haben. Sie sind beeinflusst von Visionen und Erzählungen über die verschiedenen Sektoren, wobei Öl und Gas die „goldene Gans“ und erneuerbare Energien das „hässliche Entlein“ sind.

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Coronavirus

Neue Formen der Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft

Eine Krise schafft Raum und Zeit, um alte Überzeugungen zu hinterfragen und neue Möglichkeitsräume zu diskutieren. Die aktuelle Situation zeigt mehr denn je: Der gesellschaftliche Transformationsprozess in Richtung Nachhaltigkeit braucht neue, bisher nicht gedachte, vielleicht nicht für möglich gehaltene Lösungsansätze. Und er braucht Menschen, die das Umsetzen dieses Neugedachten möglich machen.

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Pandemie

Mangel an sauberen Kochherden verschlimmert Corona-Folgen in Afrika

Auf der ganzen Welt hat die Coronavirus-Pandemie das gewohnte Leben unterbrochen. Bei aller Sorge um das Virus sollten wir aber nicht die vielen grundlegenden gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten und Schwachstellen vergessen, die weiterhin existieren. Zwar sind die Infektionszahlen in den meisten Ländern Afrikas nach wie vor niedrig, doch ist die tatsächliche Situation nicht bekannt, vor allem aufgrund fehlender Testmöglichkeiten und begrenzter Daten. Die größte Hoffnung für die afrikanischen Länder besteht darin, vom Coronavirus verschont zu bleiben, aber tatsächlich leiden die Menschen bereits unter den Belastungen des Shutdowns, der zur Eindämmung des Virus angeordnet wurde.

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Coronavirus

Die Maske in der Coronakrise: ein Symbol von Risiko-Wahrnehmung, Höflichkeit und Gemeinschaftssinn

Neben der Zahl der Coronavirus-Infizierten hat sich in Deutschland in den letzten Wochen vielleicht nichts so gravierend verändert wie die Risiko-Wahrnehmung. Ein gutes Symbol dafür ist die Maske. Die Einschätzung ihres Nutzens hat sich sehr dynamisch entwickelt, nicht nur im Medizinbereich, sondern auch bei den Politikern und Bürgern. Ein kleines Stück Stoff repräsentiert daher etwas Größeres, was für die künftige Forschung in verschiedenen Fachbereichen, z.B. Medizin, Jura und Sozialwissenschaften, interessante Fragen aufwerfen wird.

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Coronavirus

Neustart nach Corona-Shutdown: Warum die deutsche Strategie Frauen benachteiligt

Am 15. April kündigte die Bundesregierung Pläne für einen schrittweisen Wiedereinstieg in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben nach dem fünfwöchigen Corona-Shutdown an. In einem ersten Schritt wurden Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800 Quadratmetern sowie Auto- und Fahrradläden unter strengen Hygiene- und Abstandsregelungen wiedereröffnet. Anfang Mai kehrten die Abschlussklassen in die Schule zurück.

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Coronavirus

Krisen als Klimakatalysatoren

Durch die Corona-Pandemie sind die CO2-Emissionen stark gesunken. Solche kurzfristigen Effekte sind schön, bedeuten aber wenig für den Klimaschutz. Aus vergangenen Krisen wissen wir, dass sie Transformationsprozesse beschleunigen können. Mit den richtigen politischen Antworten kann die Krise ein Wendepunkt zur Klimaneutralität sein.

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Coronavirus

Vertieft die Pandemie die globale digitale Kluft?

Arbeit findet im Homeoffice statt, Freundschaften werden virtuell in Video-Chats gepflegt, der Onlinehandel boomt und Tracing-Apps sollen Infektionsketten nachverfolgen: Viele Länder erleben im Zuge der Corona-Pandemie einen Digitalisierungsschub. Gerade Entwicklungs- und Schwellenländer könnten jedoch in ihren Bemühungen für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zurückgeworfen werden. Umso mehr sollten nun die Versäumnisse bei der Gestaltung einer global gerechten Digitalisierung nachgeholt werden.

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Coronavirus

Lehren aus der Corona-Krise für eine nachhaltige Krisenbewältigung

Die deutsche Gesellschaft hat in der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis heute keine so schwerwiegende gesamtgesellschaftliche Herausforderung wie diese weltweit grassierende Pandemie erlebt. Zwar sind die gesundheitlichen Implikationen und erst recht nicht die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen zum jetzigen Zeitpunkt vollständig zu überschauen, aber die bisher schon durchgeführten Maßnahmen und Vorschriften sind in ihrer Strenge und ihren Auswirkungen auf das Leben aller Bürgerinnen und Bürger einzigartig in der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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