„Eindeutig unter 2°C“ – Ein erster Kommentar zum Pariser Klimaabkommen

„Dieses Abkommen (…) zielt darauf ab, die globale Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel zu verstärken, unter anderem durch die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C über den vorindustriel-len Werten (…).“ Allein schon mit diesem Zitat aus Artikel 2 des soeben verabschiedeten „Paris Agreement“ lässt sich viel über den Ausgang der soeben zu Ende gegangenen 21. Konferenz der Vertragsstaaten (COP21) der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) sagen.

Das Pariser Klimaschutzabkommen 2015 – UN-Klimakonferenz in Bonn bringt Klarheit für rechtliche Ausgestaltung

Am letzten Donnerstag sind die elftägige UN-Klimakonferenz in Bonn und damit auch die Beratungen unter den Klimarechtsexperten, an denen ich teilgenommen habe, zu Ende gegangen. Hauptaufgabe des Treffens in Bonn war nämlich die Arbeit am Vertragstextentwurf für das lang erwartete Klimaschutzübereinkommen. Dieses sollen hochrangige Staatenvertreter, allen voran der französische Staatschef François Hollande als Gastgeber, im Dezember in Paris diskutieren und verabschieden.

Vom Klima in Lima – Ein Kommentar zur Klimakonferenz in Peru

Welche Fortschritte sind nach der Klimakonferenz in Lima zu verzeichnen? Wie sehen die weiteren Schritte auf dem Weg nach Paris aus? Wird es gelingen, in einem Jahr einen neuen Klimavertrag [1. Die Verwendung dieses Begriffs ist jedenfalls aus völkerrechtlicher Sicht unsauber, denn sie soll nicht implizieren, dass es sich bei dem Ende 2015 zu verabschiedenden „agreement with legal force“ tatsächlich um einen Vertrag im völkerrechtlichen Sinne handeln wird.] zu verabschieden? Was wird dieser regeln? Was ist mit Treibhausgasen und anderen klimaschädlichen Stoffen neben CO2?