Coronavirus

Investitionen in die Zukunft: Wie ein „grüner Covid-19-Stimulus“ die Energiewende stärken kann

Die Coronakrise bedroht nicht nur unsere Gesundheit, sie hat auch starke Auswirkungen auf die Wirtschaftssysteme: Weltweit sind im ersten Quartal des Jahres Börsenkurse um bis zu 35 Prozent eingebrochen , es droht eine Rezession. Betroffen davon ist auch der Energiesektor . Neben Einbrüchen der Ölpreise sind auch erneuerbare Energieträger betroffen. Krankheitsfälle, anhaltende Ausgangsbeschränkungen, Kurzarbeit und Grenzschließungen beeinflussen die Lieferketten der Wind- und Solarenergietechnologien; Investitionen stagnieren. In dieser Situation können wir aus dem Umgang mit früheren Wirtschaftskrisen lernen und sollten auf einen „grünen Stimulus“ entlang des Dreischritts Relief, Recovery und Reform setzen. Alle Maßnahmen entlang dieser drei Schritte sollten auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft werden. Das kann die Energiewende schneller und resilienter zu machen.

Nationale Klimaschutzbeiträge

Die Kernkonflikte neuer internationaler Marktmechanismen

Die unter dem Pariser Abkommen festgelegten nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) vieler Länder sind an konkrete Voraussetzungen geknüpft. Damit hängt das Erreichen des 1.5°C-Ziels am Erfolg einer Neuausrichtung der Klimafinanzierung. In diesem Zusammenhang wurden viele Hoffnungen auf neue Marktmechanismen geknüpft. Dennoch waren Kernpunkte des neuen CO2-Handelssystems auf der UNFCCC in Bonn stark umstritten, nicht zuletzt aufgrund ihrer politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Die Geopolitik der Erneuerbaren. Eine neue, aber vertrackte Energiewelt

Mit dem schnellsten Wachstum unter allen Energiequellen im Stromsektor sind die Erneuerbaren im Begriff, das Energiesystem von Grund auf umzukrempeln. Es besteht die Hoffnung, dass die Energiewende bedeutende soziale und wirtschaftliche Vorteile bringt, wie nachhaltige und bezahlbare Energie für alle, grüne Arbeitsplätze, wachsenden Wohlstand und ein besseres Leben für alle. Die Dekarbonisierung kann aber auch einige rein politische Folgen haben. Mit diesem Themenkomplex hat sich eine hochrangige internationale Gruppe beschäftigt; das Ergebnis ihrer Arbeit ist in dem neuen Bericht A New World The Geopolitics of the Energy Transformation (Eine neue Welt: Die Geopolitik der Energiewende) der IRENA, der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien, nachzulesen.