"Loss and Damage" - Interview mit Dr. Saleemul Huq über Schäden durch den Klimawandel

Dr. Saleemul Huq ist Direktor des International Centre for Climate Change and Development (ICCCAD) in Bangladesch und nimmt seit Beginn im Jahr 1992 an den internationalen Klimaverhandlungen teil. Derzeit konzentriert sich seine Arbeit auf das Engagement der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries, LDCs) im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

Ein Meilenstein für den Klimaschutz: Pariser Abkommen tritt in Kraft

Heute, am 4. November 2016, tritt der neue Klimavertrag in Kraft, das Pariser Abkommen. Dass dies nicht mal ein Jahr nach seiner Verabschiedung passiert, ist für internationale Klimaverträge ungewöhnlich schnell: Bis zum heutigen Tag haben 97 Parteien das Pariser Abkommen ratifiziert. Gemeinsam sind sie für rund 70% der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Damit wird die erst vor zehn Monaten ausgehandelte Vereinbarung noch vor dem UN-Klimagipfel in Marrakesch rechtskräftig, der am 7. November beginnt.

Klimaschutz, Stein auf Stein

Vor fast einem Jahr, im Dezember 2015, haben 195 Nationen das Pariser Abkommen verabschiedet, einen globalen, rechtsverbindlichen Vertrag zur Begrenzung des globalen Klimawandels auf „deutlich unter 2 Grad Celsius“. Dass die Erwärmung 1,5 Grad nicht überschreiten sollte, wurde ebenfalls festgehalten. Die Vorbereitungen für die diesjährige Klimakonferenz, COP22, laufen; sie wird vom 7.-18. November in Marrakesch, Marokko, stattfinden.

Klimamigration nach dem Pariser Abkommen

Nach der COP21 in Paris im Dezember 2015, als die Welt die Verabschiedung eines neuen Klimavertrags feierte, stellten mehrere Kommentatoren und Wissenschaftler eine bedeutsame Frage: Was ist mit den Klimamigranten? Seither sind viele Artikel erschienen, die analysieren, ob und wie Klimamigration durch das Pariser Abkommen thematisiert wurde.