Radelnd durch bewegte Zeiten

Eine in Berlin einzigartige Veränderung, die sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt hat, ist die Einrichtung von "Pop-up"-Radwegen auf stark befahrenen Straßen in der ganzen Stadt. Unter Berufung auf die Pandemie haben die Stadtverantwortlichen im Eiltempo neue, gesicherte Radwege geplant, um den Bürgern eine sichere Fortbewegung mit dem Fahrrad zu ermöglichen und eine Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel zu vermeiden. Eine kürzlich durchgeführte IASS-Studie zeigt, dass diese neuen Radwege von Menschen, die sich in erster Linie als Radfahrer, Fußgänger oder Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel identifizieren, stark befürwortet werden, aber von denen, die sich als Autofahrer identifizieren, nicht gemocht werden. Obwohl diese Ergebnisse nicht überraschend sind, erfassen sie doch Berlins recht jungen, bürgerorientierten Wandel in der Verkehrspolitik, der schließlich in dem kürzlich verabschiedeten Mobilitätsgesetz von 2018 mündete. Das heißt aber nicht, dass diese neuen Radwege nicht beanstandet werden dürfen.

Reden, Vertrauen und Zeit: Wie wir Brücken schaffen zwischen Wissenschaft und Politik

Erst zwei Monate ist es her, dass ich auf das IASS-Gebäude zuging – erpicht darauf, praktische Erfahrung in der Forschung zu sammeln, aber ohne klare Vorstellung, was mich erwartete. Nach dem Studium der Umweltwissenschaften bin ich zurzeit eingeschrieben in einem Masterstudiengang, in dem es um die Überbrückung der Kluft zwischen Wissenschaft und Politik geht. So stellte ich mir vor, dass ich in der IASS-Community gut aufgehoben wäre. Allerdings ahnte ich noch nicht, wie motivierend diese Erfahrung werden sollte. Unter Leitung von Dr.