Wasserstoff: Eine zukunftsfähige Option für die Energiebeziehungen zwischen der EU und Russland?

Die EU und viele Mitgliedsstaaten setzen auf grünen Wasserstoff, um die Dekarbonisierung in verschiedenen Sektoren voranzutreiben und so ihre Klimaziele bis 2050 zu erreichen. Dazu hat die Europäische Kommission im Juli 2020 eine neue Wasserstoffstrategie verabschiedet. Grüner Wasserstoff soll ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Energiesystems werden und bis 2050 großflächige Anwendung in den Bereichen der Energiespeicherung, des Schwerlasttransports, Flug- und Schiffsverkehrs und der energieintensiven Industrie finden. Um einen Markthochlauf für Wasserstoff zu ermöglichen, werden jedoch auch alternative Herstellungsverfahren für klimafreundlichen Wasserstoff aus fossilen Brennstoffen in Erwägung gezogen.

Die vernachlässigte Energiewende im Wärmesektor

Gebäudeenergiegesetz verpasst Chancen

Dank stark fallender Preise für Strom aus Windrädern und Solarzellen ist die Energiewende im Stromsektor in vollem Gange. Der Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland fällt jedoch für Wärmeenergie an: 32 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Die Energiewende im Wärmesektor ist damit ein zentrales Handlungsfeld für erfolgreichen Klimaschutz. Das am 18. Juni im Bundestag verabschiedete Gebäudeenergiegesetz bezieht sich daher explizit auf diesen Handlungsbedarf.

Coronavirus

Was muss die Klima- und Energiepolitik aus der Corona-Pandemie lernen?

Auf die Corona-Pandemie war unsere Gesellschaft nicht vorbereitet. Auch das hat zu der Tragweite der aktuellen Krise beigetragen. Umso wichtiger ist es, Lehren aus der aktuellen Situation zu ziehen, auch für den Bereich der Klima- und Energiepolitik. Im Folgenden geschieht dies anhand der Begriffe der Vulnerabilität, der Resilienz und der Solidarität.

Die internationale Kohlefinanzierung der G20-Staaten ist verantwortungslos

Die G20-Länder, die am 27. und 28. Juni in Osaka, Japan, zusammenkommen, emittieren etwa 80 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Damit kommt ihnen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu. Doch sie stellen nicht nur die Weichen für eine klimafreundliche Energieversorgung im eigenen Land, sondern auch in einer Vielzahl von Partnerländern. Denn zur G20 gehören die mit Abstand wichtigsten Geberländer der bilateralen energiepolitischen Entwicklungszusammenarbeit: China, Deutschland, Frankreich, Japan und die USA. Dass sie über die Entwicklungs- und Exportfinanzierung weiterhin Investitionen in Kohlekraftwerke unterstützen, ist verheerend.

Erneuerbare in Afrika: Ohne China geht es nicht

Ohne China ändert sich in Afrika wenig. Deshalb sollte Deutschland bei Investitionen in eine klimafreundliche Infrastruktur in Afrika eng mit Peking zusammenarbeiten. Mit dem angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen steht die internationale Staatengemeinschaft vor der ersten handfesten Krise der globalen Klimapolitik seit dem Durchbruch 2015. In den USA selbst mag dies zunächst keine größeren Auswirkungen auf die Emissionsminderung haben.

Mit einer Reform des internationalen Währungssystems das Klima retten

Was hat die Reform des internationalen Währungssystems mit der Rettung des Klimas zu tun? Eine ganze Menge, sagt Robert Wade, Professor für Volkswirtschaft und Entwicklung an der London School of Economics. Bei einem Gastvortrag am 15. Juni am IASS stellte er mehrere Vorschläge zur Reduzierung makroökonomischer Ungleichgewichte und zur Stärkung der Belastbarkeit des internationalen Finanzsystems vor.

Solarenergie in Deutschland und China: die Ko-Evolution zweier Märkte

Im letzten Bericht der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) der deutschen Bundesregierung werden das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die damit verbundenen Kosten aus zwei zentralen Gründen kritisiert. Erstens führe der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nicht zu einer Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen.