Chinas Wende bei der Kohle

Der schwierigste Teil der Klimapolitik ist der Ausstieg aus der Kohle- und Ölgewinnung. Während es bei den erneuerbaren Energien Gewinner gibt, die von Einspeisevergütungen oder von neuen Märkten profitieren, stehen hier Verlierer im Vordergrund. Und es bedarf großer Anstrengungen, um Kohle und Ölkonzerne - wie im Falle der Steinkohle - dazu zu bringen, in neue, aussichtsreichere Geschäftsfelder zu investieren.

In Deutschland hat die Braunkohle sogar gerade einen Etappensieg errungen. Es soll kein Ausstiegsdatum geben.

Kohle als Auslaufmodell?

Wenige Güter haben eine so lange und so eindrucksvolle Erfolgsgeschichte wie die Kohle. Sie stand am Anfang der Industrialisierung. Auch die Massenproduktion des 20. Jahrhunderts war ohne sie nicht möglich. Und selbst im Zeichen des Aufstiegs der erneuerbaren Energien im 21. Jahrhundert wurde eine „Renaissance“ der Kohle erwartet. Tatsächlich ist der weltweite Kohleverbrauch ständig gestiegen – auf 7823 Millionen Tonnen im Jahre 2013.
Ein plötzlicher Niedergang?

Doch plötzlich wird der Niedergang oder gar das Ende der Kohle beschworen.