Das IASS-Fellowship-Programm

IASS-Gründungsdirektor Klaus Töpfer ist dem IASS weiterhin als Honorary Senior Fellow verbunden. (c) IASS/David AusserhoferIASS-Gründungsdirektor Klaus Töpfer ist dem IASS weiterhin als Honorary Senior Fellow verbunden. (c) IASS/David Ausserhofer

Das Fellowship-Programm am IASS bringt hochqualifizierte Personen ans Institut, die die Tätigkeit der festen Mitarbeiter durch Fachwissen, Anregungen und Kreativität bereichern, aber nicht direkt an der Durchführung von IASS-Projekten oder der Erfüllung von Projektzielen beteiligt sind. Das IASS bietet Fellows die Chance, ihre Ideen in einer internationalen Gemeinschaft von Spitzenforschern zu entwickeln, sich mit den neuesten Entwicklungen in Forschung und Methodik innerhalb ihres Fachbereichs in Deutschland zu beschäftigen sowie Arbeitsbeziehungen und Vernetzungen mit den Forschern am Institut und mit seinen diversen Partnern aufzubauen.

Die Fellows unterstützen das IASS bei der Erfüllung seines Ziels, die Erkenntnisse der Wissenschaft in die Politik und in die Öffentlichkeit zu tragen sowie in Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren Wissen für Transformationsprozesse in Richtung Nachhaltigkeit zu schaffen. Sie bringen neue Ideen mit ans Institut und geben Anregungen für die Arbeit der IASS-Forscher, nicht zuletzt mithilfe des Inkubator-Programms, das Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Themen und zum Nachdenken über die Grundkonzepte und Methoden des IASS bietet. Beiträge von Fellows tragen auch zur verbesserten Zusammenarbeit zwischen Kollegen aus verschiedenen Disziplinen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft bei.

Das Programm umfasst sechs Fellowship-Kategorien. In der Regel werden nur Junior Fellowships ausgeschrieben; alle anderen Fellowships werden durch Einladung vergeben. Die ersten vier Fellow-Typen (1-4) kommen entweder aus der akademischen Welt, aus der Praxis oder anderen Bereichen wie Politik, Unternehmen und Zivilgesellschaft (sogenannte „Transfer-Fellows“).

  1. Junior Fellows, die am Anfang ihrer Karriere stehen (zum Beispiel Doktoranden, Postdoktoranden und Dozenten) und die sich während ihrer Fellowship mit neuen Ansätzen beschäftigen und lernen, mit neuen Instrumenten zu arbeiten.
  2. Mid-career Fellows, denen der Aufenthalt am IASS die Chance bietet, Ideen zu verfolgen und wissenschaftliche Debatten mit Kollegen zu führen.
  3. Senior Fellows, die in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Karriere stehen (etwa als Professor oder Direktor) und für die das IASS Raum für Forschung und Debatte bietet.
  4. Associate Fellows, die nicht über längere Zeit am IASS angesiedelt sind, sondern im Hinblick auf bestimmte Themengebiete regelmäßig und langfristig mit dem Institut zusammenarbeiten. Associate Fellows können sich in jedem Stadium ihrer Karriere befinden.
  5. Honorary Senior Fellows, die wesentlich zum Aufbau des Instituts beigetragen und sein Profil geformt haben. Zu den Honorary Senior Fellows des Instituts gehören Klaus Töpfer, der Gründungsdirektor des IASS war, Carlo Rubbia, der erste wissenschaftliche Direktor des IASS, Ernst Rietschel, der Vorsitzender der Mitgliederversammlung des IASS war und deren Schaffung über viele Jahre unterstützt hat, sowie Nobelpreisträger Paul Crutzen, der Vater des Anthropozän-Konzepts, das für das IASS zum formativen Konzept wurde. Es handelt sich um außerordentliche Fellowships (seit Gründung des IASS 2009 wurden nur vier verliehen) und reine Ehrentitel.
  6. Klaus Töpfer Fellowships sind eine besondere Fellowship-Kategorie, die eigens zu Ehren der Arbeit von Klaus Töpfer als Gründungsdirektor des IASS verliehen wird.