Stärkung der regionalen Governance für die Hohe See (STRONG High Seas)

Wie kann die Artenvielfalt in der Hochsee erhalten und eine nachhaltige Nutzung gefördert werden? Damit beschäftigt sich das Projekt „STRONG High Seas“. © istock/armiblueWie kann die Artenvielfalt in der Hochsee erhalten und eine nachhaltige Nutzung gefördert werden? Damit beschäftigt sich das Projekt „STRONG High Seas“. © istock/armiblue

Fast zwei Drittel der Ozeane liegen außerhalb der nationalen Hoheitsgewässer. Für den Schutz dieser Gebiete reichen die bisherigen Meeres-Konventionen nicht aus. Wie kann die Artenvielfalt in der Hochsee erhalten und eine nachhaltige Nutzung gefördert werden? Damit beschäftigt sich das Projekt "STRONG High Seas – Strengthening Regional Ocean Governance for the High Seas". Es wird die Entwicklung von integrierten Ansätzen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Artenvielfalt in Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche im Südostatlantik und Südostpazifik fördern und erleichtern.

Regionale Maßnahmen zum Schutz der Hohen See

Das Projekt gehört zu den drittmittelfinanzierten Vorhaben unter dem Schirm des kernfinanzierten Ocean-Governance-Projekts. Es nimmt die Interessen beider Forschungsregionen sowie die globale politische Dynamik in den Blick. Auf dieser Grundlage werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewährte Verfahren identifizieren und Unterstützung für regionale Einrichtungen und nationale Behörden bei der Durchführung vorhandener Rechtsakte und der Entwicklung neuer ökosystembasierter Ansätze bieten. Zu diesem Zweck werden sie technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit fördern und auf regionaler Ebene Maßnahmen zum Schutz von Gebieten außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche vorschlagen.

Austausch von Best Practices

Das Projekt wird zudem in beiden Regionen Multi-Stakeholder-Prozesse anstoßen, die derzeitige Sektorgrenzen überschreiten. Das Forscherteam wird Erfahrungen anderen Regionen und Akteuren zur Verfügung stellen, um gegenseitiges Lernen zu erleichtern und gängige Praktiken zu ermitteln. Das Projekt wird auch Optionen für regionale Governance in einem künftigen internationalen Rechtsakt unter dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) entwickeln und gelernte Lektionen in relevantem Maßstab auf die globale Ebene übertragen.

Laufzeit:

06/2017 bis 05/2022

Projektpartner:

  • BirdLife International
  • Institute for Sustainable Development and International Relations (IDDRI)
  • International Ocean Institute (IOI) – Southern Africa
  • Secretariat of the West and Central Africa Regional Seas Programme (Abidjan Convention)
  • Secretariat of the Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS)
  • Universidad Católica del Norte (UCN)
  • United Nations Environment Programme (UNEP)
  • WWF Colombia
  • WWF Deutschland

Förderer:

Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI; www.international-climate-initiative.com/de/). Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert die Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Themen:

marine Biodiversität, Naturschutz, Gebiete außerhalb der nationalen Hoheitsbereiche

Team:

Koordinator: Sebastian Unger
Wissenschaftliche Projektleiterin: Dr. Carole Durussel
Projektmanagerin: Stefanie Hansen

Verantwortliche Direktoren:

Prof. Patrizia Nanz, Prof. Mark G. Lawrence