Best Paths – Forschung für ein nachhaltiges Stromnetz

EU-Forschungsrahmenprogramm

Die Entwicklung von Hochleistungs-Übertragungsnetzen, die den wachsenden Anteil Erneuerbarer Energien integrieren können, ist eine bedeutende Herausforderung, wenn langfristige europäische Energie- und Nachhaltigkeitsziele erreicht werden sollen. Die Entwicklung geeigneter Technologien für Netzintegration und Fernleitungen ist überdies ein Gebiet, auf dem internationale Zusammenarbeit erforderlich ist. Daher arbeiten knapp 40 führende europäische Organisationen aus Wissenschaft und Industrie gemeinsam mit Versorgungsunternehmen und Netzbetreibern am bisher größten EU-finanzierten Forschungsprojekt zur Energieübertragung. Unter dem Namen BEST PATHS erforscht diese Initiative neue Wege zur „flächendeckenden“ Bereitstellung bezahlbarer, zuverlässiger Energie in Europa und konzentriert sich insbesondere auf die Beseitigung von Barrieren für den Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung.

Das Konsortium führt kompetente Partner für fünf großmaßstäbliche Demonstrationsanlagen zusammen, um technische Machbarkeit, Kosten, Auswirkungen und Nutzen der getesteten Netztechnologien zu prüfen. Die Demonstrationsanlagen sollen schwerpunktmäßig Lösungen liefern, die es ermöglichen, Strom von Hochspannungsgleichstromleitungen (HGÜ) in HGÜ-Netze zu übertragen, die vorhandenen AC-Teile des Netzes aufzurüsten und nachzurüsten sowie Supraleiter zu integrieren.

Das IASS ist für die wissenschaftliche Koordination des letzteren Demonstrationsfeldes (DEMO 5) verantwortlich, das sich mit der technischen Machbarkeit der Integration von DC-Supraleitern unter Einsatz von Magnesiumdiborid (MgB2) als kritischem Material beschäftigt. Ein Demonstrationskabel mit einer Kapazität von bis zu 3 GW wird konstruiert und entsprechend den internationalen Standards geprüft. Diese Arbeiten bauen auf früheren Experimenten auf, die im Wege einer Zusammenarbeit zwischen IASS und CERN durchgeführt wurden.

Die Versuchsergebnisse von BEST PATHS werden in europäische Folgenabschätzungen einfließen, um die Skalierbarkeit der Lösungen zu zeigen. Die Ergebnisse sollen bereits 2018 zur Verfügung stehen, um die Replikation im europaweiten Netzverbund und Strommarkt zu ermöglichen.

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