Governance der Ozeane

Zur Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben brauchen wir Weltmeere, die sauber sind und nachhaltig bewirtschaftet werden. Das Projekt „Governance der Ozeane“ erforscht, wie internationale Meerespolitik neu gedacht werden kann. © istock/Arrangements-PhotographyZur Bewältigung der großen Zukunftsaufgaben brauchen wir Weltmeere, die sauber sind und nachhaltig bewirtschaftet werden. Das Projekt „Governance der Ozeane“ erforscht, wie internationale Meerespolitik neu gedacht werden kann. © istock/Arrangements-Photography

Gesunde Meere sind eine wichtige Lebensgrundlage, ob als Nahrungsquelle, für die Regulierung des Klimas oder als Hort der Artenvielfalt. Ozeane werden auf vielfältige Weise von Menschen genutzt. Doch marine Lebensräume sind immer häufiger massiv bedroht, weil sich die verschiedenen Nutzungsarten und Ansprüche von Interessengruppen nur schwer steuern lassen. Das Projekt „Governance der Ozeane“ beschäftigt sich daher mit der Frage, wie geeignete Steuerungsregeln und gesellschaftliche Normbildungsprozesse (Governance) zu einem nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen beitragen können.

Grenzüberschreitende Regulierungen entwickeln

Die Wissenschaftler untersuchen dabei grenz- und sektorüberschreitende Regulations- und Managementprozesse und -fragen: Wie kann die biologische Vielfalt der Meere außerhalb nationaler Hoheitsbereiche erhalten werden? Welche Regeln braucht der Tiefseebergbau, bei dem Bodenschätze abgebaut werden, die zum gemeinsamen Erbe der Menschheit gehören? Und wie können die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in politische Prozesse und rechtsverbindliche Instrumente übersetzt werden?

Nachhaltigkeitsprobleme analysieren und lösen

In dem Projekt wird  neues Wissen über Governance-Ansätze generiert und im Dialog mit den beteiligten Akteuren und Interessengruppen diskutiert und weiterentwickelt. Ziel der Forschung: Nachhaltigkeitsprobleme im noch wenig entwickelten Feld der Meeres-Governance analysieren und Wege aufzeigen, um einen verbesserten Schutz und eine nachhaltige Nutzung von Meeren, Küsten und marinen Ressourcen in Gang zu setzen.

Marine Forschung unter dem Dach des IASS

Das Projekt „Governance der Ozeane“ bildet das Dach für die meeresbezogene Nachhaltigkeits-Forschung des IASS. Es wird von verschiedenen Projekten und Aktivitäten begleitet, wie zum Beispiel der COST-Action „Ocean Governance for Sustainability“, über das ein europäisches Wissenschaftsnetzwerk  aufgebaut wird. Weitere Schwerpunkte im Bereich Ozean-Governance umfassen den Aufbau der Partnership for Regional Ocean Governance gemeinsam mit UNEP, IDDRI und TMG-Think Tank for Sustainability sowie drittmittelfinanzierte Projekte zu ökologischen Leitplanken für den Tiefseebergbau (finanziert über das Umweltbundesamt) und den Nachhaltigkeitszielen für die Meere und Küsten (finanziert über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und umgesetzt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit).

Laufzeit:

01/2017 bis 12/2020

Projektpartner (Auswahl):

Themen:

Ocean-Governance, marine Ressourcen, Fragmentierung, grenzüberschreitend, Nachhaltigkeit, Partnerschaft, regionale Ocean-Governance, regionale Kooperation

Team:

Projektleiter: Sebastian Unger
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Barbara Neumann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Carole Durussel
Projektkoordinatorin Tiefseebergbau: Sabine Christiansen
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Katherine Houghton

Senior Fellow: Janna Shackeroff
Wissenschaftliche Assistentin: Stefanie Hansen

Alumni:
Stefanie Schmidt
Yvonne Waweru
Jeff Ardron
Christoph Humrich
Thomas Greiber
Nichola Clark

Verantwortliche Direktoren: Prof. Patrizia Nanz, Prof. Mark G. Lawrence