Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (3. v.l.) und die Ko-Vorsitzenden der neuen Plattform Martin Visbeck (DKN Future Earth; links), Patrizia Nanz (IASS) und Dirk Messner (SDSN Germany) wollen mit der neuen Wissenschaftsplattform die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung und der Agenda 2030 unterstützen. © FONA – Forschung für Nachhaltige EntwicklungBundesforschungsministerin Johanna Wanka (3. v.l.) und die Ko-Vorsitzenden der neuen Plattform Martin Visbeck (DKN Future Earth; links), Patrizia Nanz (IASS) und Dirk Messner (SDSN Germany) wollen mit der neuen Wissenschaftsplattform die Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung und der Agenda 2030 unterstützen. © FONA – Forschung für Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit braucht Forschung: Die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sieht die Einrichtung einer Wissenschaftsplattform vor. Sie soll die Umsetzung der weltweiten Agenda 2030 und deren Ziele nachhaltiger Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) unterstützen. Wissenschaftseinrichtungen haben diese Einladung aufgegriffen und die Plattform am 8. Mai 2017 etabliert. Träger der Plattform ist die Wissenschaft selbst, repräsentiert durch das wissenschaftliche Netzwerk Sustainable Development Solutions Network Germany (SDSN), das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung in Future Earth sowie das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam.

Zum Auftakt des 13. BMBF-Forums für Nachhaltigkeit am 9. Mai 2017 stellten Bundesministerin Johanna Wanka und Kanzleramtschef Peter Altmaier die Wissenschaftsplattform der Öffentlichkeit vor. Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Plattform auf einem Dialogforum Ideen und Fragestellungen für die von den Nachhaltigkeitszielen adressierten Themenbereiche und für eine breite Verankerung der Wissenschaftsplattform in der deutschen Forschungslandschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigte bei der RNE-Jahreskonferenz am 29. Mai 2017 die Rolle der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie: Diese sei hilfreich, „um die Stimme der Wissenschaft gebührend zu Gehör zu bringen“. In diesem Sinne stellte sich die Wissenschaftsplattform beim 1. Forum Nachhaltigkeit im Bundeskanzleramt am 13. Juni 2017 den dort anwesenden Ressorts sowie Stakeholdern der deutschen Nachhaltigkeitspolitik vor und trat mit diesen in den Dialog. 

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen

Ziel der Wissenschaftsplattform ist es, die Nachhaltigkeitspolitik und die nachhaltige Entwicklung Deutschlands durch Erarbeitung, Verknüpfung und strategische Platzierung von Wissen zu unterstützen. Sie adressiert aus der Perspektive der Wissenschaft Fortschritte und Defizite bei der Umsetzung der Agenda 2030 in Deutschland, mit Deutschland und durch Deutschland. Sie bündelt dafür Initiativen und Analysen der wissenschaftlichen Begleitung der Agenda 2030 und ergänzt diese um die Dimension der umsetzungsorientierten Herausforderungen.

Im Dialog mit Stakeholdern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik – beispielsweise im Rahmen des „Forums Nachhaltigkeit“ – identifiziert sie Forschungsbedarfe und informiert die Wissenschaft darüber. Neben thematischen Prioritäten entwickelt der Lenkungskreis geeignete Dialogformate, um als Plattform einen breiten Austausch mit verschiedenen Wissensträgern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft zu ermöglichen. Somit hilft die Plattform, Wissensangebote so weiterzuentwickeln, dass sie zur Transformation der Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Aktivitäten und Akteure der SDGs vernetzen

Durch ihre systematische Einbindung in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie ist die Arbeit der Wissenschaftsplattform Teil der neuen Nachhaltigkeitsarchitektur. Sie wird von einem Lenkungskreis gesteuert, den IASS-Direktorin Patrizia Nanz, Dirk Messner (Co-Vorsitzender SDSN Germany) und Martin Visbeck (Vorsitzender DKN Future Earth) als Co-Vorsitzende leiten. Die weiteren Mitglieder des Lenkungskreises der Wissenschaftsplattform sind Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

Die Wissenschaftsplattform steht in einem engen Austausch mit den Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), für Bildung und Forschung (BMBF), für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie mit dem Bundeskanzleramt. Sie unterstützen ressortübergreifend die Einrichtung der Wissenschaftsplattform unterstützen und begleiten die Arbeit.

Die Wissenschaftsplattform sucht den Dialog mit Wissenschaftsgemeinschaften, Forschungsnetzwerken, Gremien der wissenschaftlichen Politikberatung und gesellschaftlichen Akteuren, um bereits bestehende Programme und Prozesse für ihre Arbeit zu berücksichtigen und neue Initiativen anzuregen. Sie vernetzt sich mit der deutschen und auch internationalen Wissenschaftslandschaft, um gemeinsam wissenschaftsbasierte Antworten auf Nachhaltigkeitsherausforderungen zu finden.

Der Lenkungskreis erstellt hierzu gegenwärtig das Arbeitsprogramm und stimmt sich über Struktur- und Organisationsfragen der Wissenschaftsplattform ab. Thematische Prioritäten und dafür geeignete Arbeits- und Austauschformate der Plattform werden im Herbst 2017 präsentiert. 

Geschäftsstelle am IASS

Die am IASS angesiedelte Geschäftsstelle koordiniert die Arbeit der Plattform wissenschaftlich und administrativ und wird gegenwärtig noch weiter aufgebaut. Schon heute stehen die Kollegen und Kolleginnen der Geschäftsstelle für Ihre Anfragen zur Verfügung.

Leiter Geschäftsstelle: Dr. Falk Schmidt

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Steffen Neumann, Dr. Konar Mutafoglu

Co-Chair des Lenkungskreises der Plattform: Prof. Dr. Patrizia Nanz