IASS vertritt nicht-staatliche Partner im Lenkungsausschuss der CCAC

Die Völkerrechtlerin Dr. Birgit Lode vom IASS ist für zwei Jahre in den Lenkungsausschuss der Koalition für Klima und saubere Luft (Climate und Clean Air Coalition – CCAC) gewählt worden. Die CCAC ist ein internationales Bündnis, dessen Ziel die Maximierung gesundheitlicher, landwirtschaftlicher und klimatischer Vorteile durch die frühzeitige Bekämpfung von kurzlebigen, klimawirksamen Schadstoffen (Short-Lived Climate-forcing Pollutants - SLCPs) ist. Es besteht aus fast 100 Partnern, die Hälfte davon sind Regierungen, die andere Hälfte zwischenstaatliche und nicht-staatliche Organisationen. „In den letzten zwei Jahren hat die CCAC wirklich gezeigt, dass sie eine ‚Koalition der Arbeitenden‘ ist. Deshalb freut es uns sehr, die nicht-staatlichen Partner im CCAC-Lenkungsausschuss vertreten zu dürfen“, sagte IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer. Lode will sich vor allem für das Voranbringen wirksamer SLCP-Mitigations- und Emissionsreduzierungsstrategien einsetzen.

Die neue Zusammensetzung des CCAC-Lenkungsausschusses wurde bei einem Treffen am 22. September in New York City von der High Level Assembly der CCAC bestätigt. Das Treffen fand am Rande des UN-Klimagipfels statt, bei dem das IASS durch Klaus Töpfer vertreten wurde. Der neue Lenkungsausschuss besteht aus Ländervertretern der Elfenbeinküste, der Niederlande, Kanadas und der Vereinigten Staaten mit einer verbleibenden offenen Position für ein asiatisches Land. Zusätzlich wurden das Institut für Governance und nachhaltige Entwicklung (Institute for Governance and Sustainable Development – IGSD) aus Washington und das IASS als Vertreter nicht-staatlicher Organisationen gewählt. Die Weltbank sowie ein weitere Organisation, deren Bestätigung noch aussteht, repräsentieren die zwischenstaatlichen Organisationen.

Als Vertreter nicht-staatlicher Partner im CCAC-Lenkungsausschuss wird sich das IASS darauf konzentrieren, die wissenschaftliche Grundlage der Initiativen der CCAC zu stärken. Die Arbeit der Potsdamer Wissenschaftler umfasst die gesamte Breite der Schadstoffe, die von der CCAC hervorgehoben werden, mit besonderem Schwerpunkt auf troposphärischem Ozon und Ruß. Außerdem ist das IASS federführender Partner in der Ziegelinitiative der CCAC.

Die CCAC wurde im Februar 2012 durch die Regierungen von Bangladesch, Kanada, Ghana, Mexiko, Schweden und der Vereinigten Staaten sowie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Environmental Programme – UNEP) gegründet. Das Gründungsdokument der Koalition sieht keine rechtlich verbindlichen Verpflichtungen zwischen den Koalitionspartnern vor, jeder Partner entscheidet selbst über sein Engagement. Die CCAC bekämpft SLCPs unter anderem durch die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema und durch schnelle und umfassende Maßnahmen zur Reduktion der Emission von SLCPs. Ihre (ODER Die Partner der CCAC) Partner arbeiten in elf Initiativen zusammen. Die meisten dieser Initiativen dienen dazu, die Emissionen in bestimmten Sektoren zu senken. Es gibt allerdings drei übergreifende Initiativen, die sich mit der Finanzierung von SLCP-Mitigationsmaßnahmen, der Förderung von nationalen Handlungsplänen für SLCPs und mit regionalen Untersuchungen zu SLCPs befassen.

Foto: (c) Birgit Lode