Sustainable Modes of Arctic Resource-driven Transformations - SMART

Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie andere Regionen der Welt. Infolgedessen hat das arktische Meereis über die letzten Jahrzehnte deutlich an Ausmaß und Volumen verloren. Dies führt zu erheblichen Veränderungen im Hohen Norden, die sich in den nächsten Jahrzehnten noch verstärken werden. Experten erwarten überdies auch Auswirkungen dieser Entwicklungen auf mittlere Breitengrade.

Es besteht erhebliche Unsicherheit darüber wie sich diese Veränderungen in der Arktis und darüber hinaus manifestieren werden. Wie die Arktis in globale Prozesse eingebettet ist, stellt daher eine erhebliche Wissenslücke dar.

Der rapide Wandel des Klimas und besonders das schnelle Abschmelzen des Meereises stellen die Region vor eine Vielzahl ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Herausforderungen. Dies ergibt sich aus dem komplexen Zusammenspiel atmosphärischer, ozeanischer und terrestrischer Veränderungen und den lokalen und globalen Reaktionen und Anpassungsmaßnahmen an diese Veränderungen.

Eine sich wandelnde Arktis wirft viele Fragen auf: Wie können wir unser Verständnis der Veränderungen vertiefen und erweitern um diese zu meistern? Wie können wir hieraus einen Pfad zu einer nachhaltigen Transformation der Arktis entwickeln? Wie integrieren wir die verschiedenen, dafür benötigten Wissenschaftsdisziplinen und führen Forschung in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort durch? Wie lässt sich Wissen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft zusammenführen und sich unter Einbezug der betroffenen Akteure partizipativ und transparent angemessene Governance-Strukturen für den Wandel entwickeln?

Diesen Fragen widmete sich das IASS-Projekt „Sustainable Modes of Arctic Resource-driven Transformations“ (SMART). Das Projekt wurde gemeinsam mit den Clustern GCS und SIWA mit einem interdisziplinären Team aus Natur- und Sozialwissenschaften, darunter Physik, Chemie, Wirtschaftswissenschaften, Völkerrecht, Geographie und Politikwissenschaften, bearbeitet. Das übergreifende Ziel des Projektes war, einen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis und partizipativer Governance bei der nachhaltigen Entwicklung der Arktis zu leisten.

SMART brachte durch eine Vielzahl an Veranstaltungen zahlreiche Stakeholder-Gruppen zur Arktis zusammen, beispielsweise durch die Workshops in der „Arctic Horizon 2030“ Serie, welche 2013 in Potsdam und 2014 in Moskau stattfanden.

Im Folgenden sind die Projektergebnisse von SMART aufgelistet:

  • IASS Working Paper: Engaging Stakeholders in Interdependent Arctic and Global Change
  • Poster IASS-Forschungsprojekt: Sustainable Modes of Arctic Resource-driven Transformations
  • Poster "Feedback Loops and Interdependencies between Arctic and non-Arctic Regions"
  • Keil, Kathrin, 2015. “Economic Potential”, in: Jokela, Juha (ed.): Arctic security matters, Report No 24 – Juni 2015, EU Institute for Security Studies, Paris, S. 21-31. Verfügbar unter: http://www.iss.europa.eu/uploads/media/Report_24_Arctic_matters.pdf.
  • Keil, Kathrin, 2015. Arctic governance, Arctic in Rapid Transition, Priority Sheet, Future Directions of Arctic Sciences, Potsdam: Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS. DOI: http://doi.org/10.2312/iass.2017.009
  • Kirstin Werner, Kathrin Keil, Michael Fritz, Nathalie Morata, Alexey Pavlov, Ilka Peeken, Anna Nikolopoulos, Helen Findlay, Monika Kędra, Sanna Majaneva, Angelika Renner, Stefan Hendricks, Mathilde Jacquot, Marcel Nicolaus, Matt O’Regan, Makoto Sampei, Carolyn Wegner, 2016: “Arctic in Rapid Transition: Priorities for the Future of Marine and Coastal Research in the Arctic”, Polar Science, Vol. 10, Issue 3, S. 364–373.
  • Jennifer V. Lukovich, Mona Behl, Wilfrid Greaves, Kathrin Keil, 2016: “Arctic in the Anthropocene: sustainability in a new polar age”, Polar Record, Vol. 52, Issue 6, S. 621-623.
  • Andrey N. Petrov, Shauna BurnSilver, F. Stuart Chapin III, Gail Fondahl, Jessica Graybill, Kathrin Keil, Annika E. Nilsson, Rudolf Riedlsperger & Peter Schweitzer, 2016: “Arctic sustainability research: toward a new agenda”, Polar Geography, Vol. 39, Issue 3, S. 165-178.