Umweltleitlinien deutscher Arktispolitik: Ökologisch nachhaltige Nutzung mit hohen Umweltstandards in der Arktis

Die wachsende Zahl der Touristen bringt nicht nur Geld, sondern auch Verschmutzung in die Arktis. © B.&C. Alexander/Arcticphoto/laifDie wachsende Zahl der Touristen bringt nicht nur Geld, sondern auch Verschmutzung in die Arktis. © B.&C. Alexander/Arcticphoto/laif

Treibhausgase und Schadstoffe machen nicht an Ländergrenzen Halt: Von weit her werden sie vor allem über die Luft- und Wassermassenbewegungen in die Arktis transportiert. Auch Deutschland trägt mit seinen Emissionen zum Klimawandel im hohen Norden bei und muss sich der ökologischen Auswirkungen seiner Aktivitäten in der Arktisregion bewusst sein.

Im Zentrum des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Umweltleitlinien deutscher Arktispolitik“ steht die Erarbeitung von Empfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung der Region in Anknüpfung an die generellen Leitlinien deutscher Arktispolitik von 2013. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen Themenpapiere zu drei aktuellen Umweltfragen erarbeiten: der Schifffahrt, dem Tourismus und der Weiterentwicklung des Polar Code, der den Betrieb von Schiffen in polaren Gewässern regelt. Das Projekt ist damit an der Schnittstelle von Forschung und Politik angesiedelt und wird Forschungserkenntnisse in die deutsche Arktispolitik einbringen.

Eine nachhaltige Arktis – welchen Beitrag kann Deutschland leisten?

Das Ziel der Umweltleitlinien ist eine detaillierte Darstellung von Umweltfragen, beispielsweise zu Meeresschutzgebieten, dem Schutz von Biodiversität und dem Umgang mit Verschmutzungen durch Ölunfälle, Plastikmüll und invasive Arten, aber auch durch Luftverschmutzung aus verschiedenen Quellen. Auf Basis dieser Darstellung soll abgeschätzt werden, welche Beiträge und Einflussmöglichkeiten für Deutschland als Akteur im regionalen und internationalen Governance-System der Arktis bestehen.

Neben der Verknüpfung von Forschungsexpertise und Politikgestaltung ist es ein zweites wichtiges Anliegen des Projektes, die öffentliche Wahrnehmung der Arktis in Deutschland zu befördern. Zu diesem Zweck wird ein Workshop zur deutschen Umweltpolitik in der Arktis organisiert, der 2018 stattfinden wird. Damit verbunden ist die Konzeption und Produktion eines Erklärfilms, der auch im Internet zugänglich gemacht wird.

Laufzeit:

Juni 2017 bis Juni 2019

Projektpartner:

Ecologic Institute Berlin, Prof. Ralf Brauner (Jade Universität)

Themen:

Arktis, Klimawandel, Ressourcen

Projektleiterin:

Dr. Kathrin Stephen

Verantwortlicher Direktor:

Prof. Mark Lawrence

Gefördert durch das Umweltbundesamt