Kinder in den USA und der Nobelpreisträger Paul Crutzen, Honorary Senior Fellow am IASS, erkunden spielerisch magnetische Kraftfelder. KLASICA-Projektleiter Ilan Chabay setzt zu Beginn von Workshops bisweilen Wissenschaftsspielzeuge ein, um die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anzuregen.
Kinder in den USA und der Nobelpreisträger Paul Crutzen, Honorary Senior Fellow am IASS, erkunden spielerisch magnetische Kraftfelder. KLASICA-Projektleiter Ilan Chabay setzt zu Beginn von Workshops bisweilen Wissenschaftsspielzeuge ein, um die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anzuregen. Ilan Chabay

Headline: Allianz für Wissen, Lernen und gesellschaftlichen Wandel (KLASICA)

Dauer:
bis

In den nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) haben die Mitglieder der Vereinten Nationen drängende Probleme des globalen Wandels formuliert. Zum Beispiel bei der Armutsbekämpfung, der Schaffung von Chancengleichheit, dem Umgang mit den natürlichen Ressourcen oder dem Klimaschutz. Um die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sind weitreichende ökonomische, soziale und ökologische Veränderungen in verschiedenen räumlichen Ebenen und Governance-Feldern notwendig. Doch wie kann ein gesellschaftlicher Wandel in Richtung nachhaltiger und ressourcenschonender Lebensweisen angestoßen werden? Dieser Frage widmet sich das Projekt „Knowledge, Learning and Societal Change Alliance“ (KLASICA) als Netzwerk für anwendungsbezogene Forschung. Es kooperiert dabei mit der internationalen Forschungsinitiative „Future Earth“.

Veränderungsprozesse verstehen

Die Wissenschaftler in der Allianz fragen nach den Bedingungen, die den gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Lebensform befördern oder behindern. Sie untersuchen, inwieweit lernorientierter Wissenstransfer ‒ ein Prozess, bei dem Forscher und Akteure wechselseitig voneinander lernen ‒ kollektives Handeln motivieren und anleiten kann. Dabei betrachten sie das Problem sowohl aus natur- und sozialwissenschaftlicher als auch aus kunst- und geisteswissenschaftlicher Perspektive. Den Schwerpunkt bilden theoretisch und empirisch fundierte Strategien zur Transformation von Gesellschaften.

Wissen generieren, gesellschaftlichen Wandel ermöglichen

Ziel von KLASICA ist es, dass Forscher und Akteure wechselseitig voneinander lernen und die Fähigkeit entwickeln, Haltungs- und Verhaltensänderungen innerhalb von Gemeinschaften zu erleichtern, die den Weg für eine nachhaltigere Zukunft im jeweiligen Kontext bereiten. Insofern fördert das im Projekt geschaffene Wissen den Wandel. Im Rahmen von KLASICA sind mehrere Workshops, Symposien und Kongresse sowie wissenschaftliche Artikel, Kurzdossiers und eine Website geplant. KLASICA-Wissenschaftler werden nach Belegen für tatsächliche Auswirkungen von kollektivem Verhalten an verschiedenen Orten und unter unterschiedlichen Bedingungen suchen, um dadurch unser Verständnis und unsere Fähigkeit zu verbessern, dieses Wissen zu nutzen.